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Große Belastung durch Corona: Beamtenbund fordert Verbeamtung aller Lehrer

  • Der Beamtenbund dbb fordert, dass alle Lehrerinnen und Lehrer verbeamtet werden.
  • Dies müsse eine Konsequenz aus der Corona-Pandemie sein.
  • Es sei an der Zeit für echte Anerkennung täglich erbrachter Leistungen, so Vorsitzender Ulrich Silberbach.
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Berlin. Als Konsequenz aus der Corona-Pandemie fordert der Beamtenbund dbb die Verbeamtung aller Lehrerinnen und Lehrer.

„Für die Kolleginnen und Kollegen im Lehramt wird die Pandemie noch lange nicht vorbei sein“, sagte der Vorsitzende Ulrich Silberbach der Nachrichtenagentur dpa. Deshalb sei es an der Zeit für echte Anerkennung der tagtäglich erbrachten Leistungen.

Viele Lehrkräfte seien „größten Belastungen“ ausgesetzt, sagte Silberbach und nannte die Umstellung auf digitalen Fernunterricht bei oft unzureichender Netzanbindung und technischer Ausstattung der Schulen, „das Hin und Her“ zwischen Öffnungen, Schließungen und Wechselunterricht, Corona-Tests an den Schulen und die Gefährdung der eigenen Gesundheit.

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Zudem gebe es nun die „schwierige Perspektive“, Lerndefizite bei Schülern trotz Personalmangels und ohne ausreichende Unterstützung durch multiprofessionelle Teams aufzuholen.

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Die Krise habe die Bedeutung des Beamtenstatus von Lehrkräften zur Aufrechterhaltung der Schulpflicht und der Sicherstellung eines Unterrichtsbetriebs unter Pandemiebedingungen offengelegt, so der dbb-Vorsitzende. „Applaudieren oder warme Worte aus der Politik, die hier ein Stück weit versagt hat, reichen längst nicht mehr aus.“

„Personalmangel an den Schulen beheben“

In Deutschland gibt es rund 800.000 Lehrerinnen und Lehrer. Nach dbb-Angaben sind rund 200.000 davon angestellte Lehrkräfte. Alle Bundesländer müssten ihren Lehrerinnen und Lehrern, die die Eignung dafür mitbringen, die Verbeamtung anbieten, forderte Silberbach. Zudem müssten sachgrundlose Befristungen der Vergangenheit angehören.

„Drittens braucht es Anreize, damit genug qualifizierte junge Leute den Weg ins Lehramt wählen, denn nur so wird sich der eklatante Personalmangel an den Schulen perspektivisch beheben lassen. Viertens müssen die bürokratischen Hürden, die gezielte Investitionen in unsere Schulinfrastruktur bremsen, beseitigt werden.“

RND/dpa

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