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Briten planen weitere Impfungen streng nach Altersgruppen

  • Nachdem in Großbritannien die am gefährdetsten Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden sind, soll streng nach Altersklassen vorgegangen werden.
  • Bestimmte Berufsgruppen werden nicht vorgezogen.
  • Die Regierung begründete dies damit, dass das Alter in der Pandemie weiterhin der größte Risikofaktor sei.
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London. In Großbritannien sollen im Anschluss an die Impfung der am höchsten gefährdeten Menschen streng nach Altersgruppen vorgegangen werden. Das teilte die britische Impfkommission JCVI (Joint Committee on Vaccination and Immunisation) am Freitag mit. Forderungen, bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Lehrer oder Polizisten vorzuziehen, erteilten die Experten damit eine Absage.

Als Grund gaben die Experten an, Alter sei nach wie vor der größte Risikofaktor in der Pandemie. Modellstudien würden zudem nahe legen, dass die Geschwindigkeit des Impfprogramms den größten Einfluss auf die Verhinderung von schweren Erkrankungen und Todesfällen habe. Berufsgruppen vorzuziehen könne die Impfkampagne komplexer machen und damit verlangsamen, erklärten die Experten.

18,7 Millionen Menschen haben erste Impfdosis erhalten

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In der ersten Phase des britischen Impfprogramms wurden neun Gruppen mit den größten Gesundheitsrisiken durch Covid-19 priorisiert. Dazu gehören alle Altersgruppen über 50 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen. Sie sollen alle bis Mitte April eine Impfung erhalten haben. Anschließend sollen die über 40-Jährigen an der Reihe sein, gefolgt von weiteren jüngeren Jahrgängen. In Großbritannien haben inzwischen bereits knapp 18,7 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten. Zweimal geimpft wurden bisher etwa 700.000 Menschen.

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„Das Impfprogramm ist ein riesiger Erfolg und die auf Alter basierte Vergabe wird die größten Vorteile in der kürzesten Zeit bringen, einschließlich für diejenigen Berufsgruppen, die einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind“, sagte Wei Shen Lim, der für Covid-19 zuständige Vorsitzende des JCVI bei der Präsentation der Empfehlungen.

RND/dpa

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