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Großbritannien-Wahl: Parteien mobilisieren bis zur letzten Minute

  • Bei der Parlamentswahl in Großbritannien ist der Andrang in einigen Wahllokalen in London ungewöhnlich groß, vielerorts bildeten sich Schlangen vor den Wahlurnen.
  • Die Wahllokale sind an diesem Donnerstag bis 23 Uhr MEZ geöffnet.
  • Und die Parteien mobilisieren bis zur letzten Minute.
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London. Bei der Parlamentswahl in Großbritannien ist der Andrang in einigen Wahllokalen in London ungewöhnlich groß. Vielerorts bildeten sich Schlangen, wie Wähler am Donnerstag berichteten. Viele Menschen wollten ihre Stimme am Morgen auf dem Weg zur Arbeit abgeben. Die Wahllokale sind bis 23 Uhr MEZ geöffnet.

"Ich habe seit etwa acht Jahren in diesem Wahllokal gewählt, aber ich habe noch nie anstehen müssen", sagte Craig Fordham in Putney. Chris Schofield stand in Bermondsey and Old Southwark in einer Schlange mit etwa 70 anderen Wählern, wie er sagte. "Es ist 20 mal so viel los wie 2017 und bei lokalen und den Europawahlen", meinte der 27-Jährige. "Die Atmosphäre ist typisch London: alle stehen in einer ordentlichen Reihe und niemand spricht mit dem anderen."

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Wahlen in Großbritannien - Kampf um jede Stimme
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Premierminister Boris Johnson und sein Herausforderer Jeremy Corbyn kämpfen am Tag vor der Parlamentswahl um jede Stimme.  © dpa
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Die Spitzenpolitiker wählten schon am Morgen, Jeremy Corbyn im Londoner Stadtteil Islington und Premierminister Boris Johnson in der Nähe seines Amtssitzes in der Downing Street. Er kam mit seinem Hund Dilyn. Beide posierte für Fotografen, ohne sich politisch zu äußern.

Hier die Ergebnisse der vergangenen Wahl:

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Johnsons Stimmabgabe war ungewöhnlich. Eigentlich wählen Premierminister in ihren eigenen Wahlkreisen, nicht zuletzt, um sich selbst eine Stimme geben zu können. Johnsons Wahlkreis Uxbridge and South Ruislip liegt in einem Vorort im Westen Londons.

Dort wollen politische Gegner ihm seinen Unterhaussitz streitig machen. Sie waren in den vergangenen Tagen unterwegs, um möglichst viele Wähler für den Labour-Kandidaten zu mobilisieren. Johnson hatte seinen Sitz 2017 nur mit gut 5000 Stimmen Vorsprung gewonnen.

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In Nordirland und in Schottland hat der drohende Brexit Unabhängigkeitsbewegungen neuen Schwung gegeben  © AFP

Mit personalisierten Botschaften versuchten derweil die britischen Parteien, auch noch die letzten Wähler zu mobilisieren. Die Emails und Nachrichten auf sozialen Medien dürften an Hunderttausende Adressaten gegangen sein. „Elias, unsere Teams berichten, dass viele Labour-Wähler auf den Beinen sind“, schrieben die Konservativen im Namen von Premierminister Boris Johnson am Nachmittag in Twitterbotschaften, in denen sie die Adressaten mit Namen ansprachen. „Hast Du schon gewählt?“ Darüber stand: „Gib den Konservativen Deine Stimme.“

Die größte Oppositionspartei, Labour, war ähnlich aktiv. „Teresa, ich habe den ganzen Tag um Stimmen geworben, und die Reaktion ist immens“, hieß es in einer Botschaft im Namen von Oppositionsführer Jeremy Corbyn fünf Stunden vor Schließung der Wahllokale. Noch sei Zeit, die Konservativen aus dem Amt zu jagen. „Ich kann mir nur eins vorstellen, was schlimmer wäre, als weitere fünf Stunden einer konservativen Regierung: weitere fünf Jahre.“

Nach den letzten Umfragen vor der Wahl lagen die Konservativen vorn, aber die Opposition hatte in den letzten Tagen aufgeholt.

RND/dpa/cle/das

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