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Großbritannien setzt 200 Soldaten für Benzin­versorgung ein

  • In Großbritannien fehlen LKW-Fahrer.
  • Das führt zu einem erheblichen Sprite­ngpass.
  • Am Montag startet die Armee mit Lieferfahrten.
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Die britische Regierung setzt ab Montag die Armee zur Über­brückung der Engpässe bei der Benzin­­versorgung ein. 200 Soldaten – davon 100 Fahrer – würden ein entsprechendes Training am Wochen­ende beenden und könnten dann ab Montag mit Liefer­fahrten starten, teilte die Regierung am Freitag mit.

Großbritannien hat hier derzeit erhebliche Engpässe. Dies liegt nicht an einem Mangel an Benzin. Vielmehr kann Treibstoff nicht in ausrei­chendem Umfang zu den Tankstellen transportiert werden, weil Zehntausende Lkw-Fahrer fehlen. Panik- und Hamsterkäufe verschlimmerten die Lage zuletzt noch. In den vergangenen Tagen hatte die britische Regierung noch versucht, die Bevölkerung zu beruhigen, und erklärt, die Krise sei unter Kontrolle. Doch der Sprit­engpass hielt auch am Freitag an.

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100.000 Lkw-Fahrer fehlen

In Großbritannien fehlen schätzungsweise 100.000 Lkw-Fahrer. Wegen des Brexit sind viele Trucker auf den europäischen Kontinent zurück­gekehrt. Außerdem hatten die Corona-Beschränkungen zur Folge, dass die Ausbildung ins Stocken kam. Zudem kämpft das Land bereits mit steigenden Gaspreisen, die Energiekosten in die Höhe treiben und zu einer Waren­verknappung geführt haben.

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Benzinknappheit in Großbritannien: britische Armee soll notfalls aushelfen
1:53 min
In manchen Landesteilen ging an 50 bis 90 Prozent der Tankstellen das Benzin aus, wie der Branchenverband PRA mitteilte.  © Reuters

Die Liefereng­pässe führen auch dazu, dass Gebrauchsgüter vor dem Weihnachts­geschäft deutlich teurer werden. Landwirte warnten am Freitag davor, dass eine Massen­keulung von Schweinen drohe, weil es auch an Metzgern und Schlacht­hof­mit­arbeitern mangele.

Am vergangenen Sonntag hatte die Regierung in London befristete Visa für 5000 Lkw-Fahrer und für 5500 Mitarbeiter in der Geflügel­branche in Aussicht gestellt. Viele lehnten jedoch ab, weil ihnen der Zeitrahmen zu kurz war.

RND/Reuters

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