• Startseite
  • Politik
  • Großbritannien: Lockdown kam laut Untersuchungsbericht zu spät

Untersuchungsbericht: Lockdown kam in Großbritannien zu spät

  • In Großbritannien kam im Kampf gegen das Coronavirus der Lockdown zu spät.
  • Zu diesem Ergebnis kommt ein parlamentarischer Untersuchungsbericht.
  • Das Zögern der Regierung habe zu tausenden unnötigen Todesfällen geführt.
Anzeige
Anzeige

London. Ein parlamentarischer Untersuchungsbericht kommt zu dem Schluss, dass der Lockdown gegen die Corona-Pandemie in Großbritannien zu spät kam. Die konservative Regierung Boris Johnsons habe zu lange gezögert, in der Frühphase der Pandemie einen Lockdown zu verhängen.

Der Bericht vom Dienstag besagt, dies habe das Land um die Chance gebracht, die Krankheit einzudämmen und zu Tausenden unnötigen Todesfällen geführt.

Tödliche Verzögerung durch Scheitern von Ministern

Der gemeinsame Bericht der Unterhaus-Komitees für Wissenschaft und Gesundheit besagt weiter, die tödliche Verzögerung gehe auf das Scheitern von Ministern beim Infragestellen von Empfehlungen zurück. Dies habe zu einem gefährlichen Niveau des „Gruppendenkens“ geführt und die britischen Behörden davon abgehalten, aggressivere Eindämmungsstrategien nach dem Vorbild asiatischer Länder umzusetzen.

Anzeige
Die Pandemie und wir Unser Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.

Erst als der staatliche Gesundheitsdienst NHS in Gefahr geriet, von den rapide ansteigenden Infektionen überwältigt zu werden, habe Johnsons Regierung schließlich einen Lockdown angeordnet.

RND/AP

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen