• Startseite
  • Politik
  • Großbritannien: Briten geben erstmals Corona-Impfdosen ins Ausland ab

Briten geben erstmals Impfdosen ins Ausland ab

  • Großbritannien hatte so viel Impfstoff bestellt, dass es ausreichen würde, die eigene Bevölkerung mehrmals zu impfen.
  • Entsprechend groß ist der Impffortschritt im Land.
  • Nun gibt das Land erstmals auch Impfstoff ab.
Anzeige
Anzeige

London. Mehr als sieben Monate nach dem Start der eigenen Impfkampagne spendet Großbritannien erstmals Corona-Impfdosen ins Ausland. Das bestätigte eine Regierungssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt gibt das Land neun Millionen Astrazeneca-Impfdosen an das UN-Impfprogramms Covax ab, wie das Außenministerium später am Tag bekanntgeben wollte.

817.000 Dosen sollen nach Kenia gehen, davon 400.000 noch in dieser Woche. Bis Mitte nächsten Jahres will das Vereinigte Königreich 100 Millionen Impfdosen abgeben.

Die Pandemie und wir Der neue Alltag mit Corona: In unserem Newsletter ordnen wir die Nachrichten der Woche, erklären die Wissenschaft und geben Tipps für das Leben in der Krise ‒ jeden Donnerstag.
Anzeige

Großbritannien hatte bei den Herstellern so viel Impfstoff bestellt, dass es ausreichen würde, um die eigene Bevölkerung mehrfach zu impfen. Da das Land bislang jedoch kaum Impfstoff exportierte und keine Dosen spendete, wurde den Briten immer wieder Impfnationalismus vorgeworfen.

Dass die Regierung nun bereitwillig dem internationalen Covax-Programm nicht nur Geld gibt, sondern auch Impfstoff zur Verfügung stellt, dürfte auch damit zu tun haben, dass die britische Impfkampagne in den Endspurt geht. Mehr als 88 Prozent der erwachsenen Briten haben bereis eine Dosis erhalten, knapp 71 Prozent sind vollständig geimpft.

Da die ältere Bevölkerung weitgehend durchgeimpft ist, sind derzeit vor allem noch die jüngeren Erwachsenen an der Reihe. Wegen seltener Blutgerinnsel wird der Impfstoff von Astrazeneca an diese Altersgruppe jedoch wie in vielen anderen Ländern gar nicht mehr vergeben.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen