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  • Grippewelle durch Corona ausgebremst: Krankenkasse Barmer sieht Hygieneregeln als Grund

Krankenkasse Barmer: Die normale Grippewelle bleibt aus

  • Die saisonale Grippe ist in diesem Jahr durch die Pandemie ausgebremst.
  • Auch wegen einfacher Atemwegserkrankungen müssen Versicherte viel seltener krankgeschrieben werden.
  • Der einfache Grund: Die Corona-Hygieneregeln helfen, Viren und Bakterien aller Art fernzuhalten.
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Berlin. Die normalerweise im Winter zirkulierenden saisonalen Grippeviren haben in der Pandemie offensichtlich keine Chance, sich durchzusetzen. Die Barmer zählt in diesem Winter nur 400 bis 500 Grippefälle pro Woche. Üblicherweise liegt die Zahl der Fälle um diese Jahreszeit etwa 40-mal so hoch. Das geht aus Daten der Krankenkasse hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegen. Konkret: 2018 zählte die Kasse unter ihren 15- bis 64-jährigen Versicherten in der achten Kalenderwoche 16.200 Grippekrankmeldungen. In diesem Jahr waren es in der achten Kalenderwoche nur 402.

Es kommt auf die Hygieneregeln an

Die Abstands- und Hygieneregeln zum Schutz vor Corona senken ganz offensichtlich auch das Influenzarisiko“, sagte Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der Barmer. „Wenn sich die Menschen weiter an die Vorgaben halten, wird die Grippe auch in nächster Zeit keine nennenswerte Rolle spielen“, betonte Marschall. Dies sei sehr wichtig, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

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Ähnlich wie bei der Grippe stellt sich auch die Statistik bei den einfachen Atemwegserkrankungen dar. Noch einmal die achte Kalenderwoche 2018 und 2021 im Vergleich. Vor drei Jahren registrierte die Barmer 169.000 Krankschreibungen wegen Husten, Schnupfen, Bronchitis und anderen Atemwegserkrankungen. In diesem Jahr waren es nur 33.000. „Atemwegserkrankungen spielen in diesem Winter abgesehen von Corona nur eine geringe Rolle“, betonte Marschall.

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