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  • Griechenland-Grenze: Türkei stellt Schlauchboote für Überfahrt in Aussicht

Türkei will an griechischer Grenze Schlauchboote für Überfahrt stellen

  • Griechenland hat Tausende Migranten am Grenzübergang Pazarkule aufgehalten.
  • Jetzt könnte die Türkei den Wartenden neue Möglichkeiten eröffnen.
  • Der Innenminister kündigt an, den Geflüchteten Schlauchboote zur Überfahrt nach Griechenland zur Verfügung zu stellen.
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Ankara. Die Türkei will Griechenland mit Hilfe von Spezialeinheiten an der Rückführung von Migranten hindern. Außerdem sollten am Grenzfluss Evros Schlauchboote eingesetzt werden, sagte Innenminister Süleyman Soylu am Mittwoch bei einem Besuch an der Grenze. Die Türkei schicke seit dem Morgen 1000 Spezialkräfte der Polizei an den Fluss. Diese sollten eine Zurückweisung von Migranten verhindern. “Mit Hilfe von Schlauchbooten werden sie die (zurückhalten), die Menschen misshandeln”, sagte er.

Wegen des Todes eines Migranten werde die Türkei zudem den Internationalen Menschenrechtsgerichtshof anrufen. Seit Tagen kommt es zu Zusammenstößen mit griechischen Grenzbeamten, die den Menschen den Übertritt verwehren. Türkische Behörden erklärten, am Mittwoch sei eine Person getötet worden, als griechische Polizei und Grenzschützer mit Tränengas und Blendgranaten auf Migranten geschossen hätten, die die Grenze überqueren wollten. Es seien auch scharfe Schüsse gefallen. Fünf weitere Personen seien verletzt worden. Die griechische Regierung wies dies als Falschmeldung zurück. Bei den Zusammenstößen an der Grenze sei niemand getötet worden.

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Griechenland macht die Grenze dicht
1:03 min
Tausende Flüchtlinge sind nun im Niemandsland gefangen, weil auch die Türkei ihre Grenze abriegelt.  © Reuters
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Soylu betonte, Migranten brauchten keine offiziellen Grenzübergänge zu nutzen, sondern könnten die rund 200 Kilometer lange Landgrenze an jeder beliebigen Stelle überschreiten. Den größten Teil der Landgrenze bildet der Fluss Evros, den auch schon viele Migranten zu überqueren versucht haben.

RND/AP

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