Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Klimaaktivistinnen vor Merkel-Treffen: “Sie muss zögerlichen Politikern in den Hintern treten”

Die Klimaschutzaktivistinnen Luisa Neubauer (l.) und Greta Thunberg haben zusammen mit ihren belgischen Mitstreiterinnen Adélaïde Charlier und Anuna de Wever einen Termin bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Berlin. Greta Thunberg ist noch auf dem Weg, die 17-jährige Schwedin wird erst kurzfristig zum Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) anreisen. Die drei anderen Klimaaktivistinnen bereiten sich am Mittwoch schon auf das 90-minütige Gespräch im Bundeskanzleramt am Donnerstagvormittag vor.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Sie sind voller Erwartungen – und wollen der Kanzlerin ins Gewissen reden. “Angela Merkel müsste die Kanzlerin sein, die dafür sorgt, dass das Pariser Abkommen umgesetzt wird. Das wollen wir mit ihr besprechen”, sagt die deutsche Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie will im Kanzleramt Druck machen: “Wir haben nur noch sehr wenig Zeit, bevor das 1,5-Grad-Ziel aus unseren Händen gleitet. Der aktuellen Klimapolitik zufolge ist unklar, wie viel Frau Merkel an Paris liegt – auch nach zwei Jahren Klimastreiks.”

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Belgierin Adélaïde Charlier nennt das Treffen gegenüber dem RND “eine große Gelegenheit”. Und zwar, um die Kanzlerin daran zu erinnern, “dass sie noch ein Jahr Zeit hat, um all den zögerlichen Politikern in Deutschland und Europa in den Hintern zu treten und wirkliche Klimapolitik zu machen.” Sie sagt das auf Englisch, “kick ass for real climate policy”, und man würde gerne den Merkelschen Gesichtsausdruck bei der nicht-öffentlichen Zusammenkunft sehen, wenn Charlier den Satz am Donnerstag genau so wiederholt.

Greta an Merkel: Müssen Klimakrise als echte Krise sehen

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel nach echter Führung in der Klimakrise verlangt.

Sie erwarten ein “sehr ehrliches Gespräch”, ergänzt Anuna de Wever, die sich auch viel von dem Treffen mit Merkel erhofft: “Als Wissenschaftlerin versteht sie, was die Klimakrise bedeutet. Als Kanzlerin weiß sie, dass die meisten Politiker die Krise nicht ernst genug nehmen. Die Tatsache, dass sie sich 90 Minuten Zeit nimmt, zeigt, dass sie mehr will als ein Foto.”

In einem Gastbeitrag im “Guardian” haben Thunberg und ihre Mitstreiterinnen schwere Vorwürfe formuliert. “Nach zwei Jahren der Schulstreiks befindet sich die Welt noch immer in einem Zustand des Leugnens der Klimakrise”, schrieben die vier vor dem Treffen mit Merkel. “Wir können so viele Treffen haben, wie wir wollen, aber der Wille zum Wandel ist nirgends in Sicht.”

Deutschland hat derzeit die turnusmäßige EU-Ratspräsidentschaft inne. Gerade vor diesem Hintergrund müsse Merkel sich dem Klimanotfall stellen, hieß es in dem Beitrag weiter. “Europa hat eine Verantwortung zu handeln.” Dazu habe sich die EU im Pariser Weltklimaabkommen verpflichtet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Klimaaktivistinnen wollen Merkel auch einen offenen Brief mit Forderungen übergeben, den inzwischen mehr als 124.000 Menschen unterschrieben haben. Sie fordern unter anderem, ab sofort alle Investitionen in fossile Energien zu unterlassen, “die Klimakrise endlich als Krise zu behandeln” und “Ökozid” als Verbrechen einzustufen. Diese Forderungen hatten sie im Juli bereits EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen übergeben.

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.