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Greta Thunberg im vollen ICE: Bahn spricht von „Sitzplatz in 1. Klasse“

  • Das Foto sorgte für Schlagzeilen: Greta Thunberg sitzt am Boden eines offenbar überfüllten ICE – so wie schon mancher Bahnfahrer vor ihr.
  • Doch die Deutsche Bahn wehrt sich: Das Unternehmen sagt, sie habe in der 1. Klasse gesessen.
  • Thunberg selbst hat dafür eine Erklärung.
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Berlin. Greta Thunberg befindet sich auf dem Rückweg von der Madrider Klimakonferenz in ihre Heimat Schweden. Und der führte sie auch über Deutschland. Für die 16-Jährige, die wegen der Klimaschädlichkeit auf das Fliegen verzichtet, hieß das: einsteigen in einen ICE.

„Ich fahre in überfüllten Zügen durch Deutschland. Und ich bin endlich auf meinem Weg nach Hause!“ schrieb sie auf Twitter und postete ein Foto dazu, dass sie auf dem Boden sitzend zeigt.

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Ein Zustand, den so mancher Bahnfahrer kennt, weshalb sie schnell Solidaritätsbekundungen in den sozialen Netzwerken bekam. Auch die Deutsche Bahn selbst meldete sich zu Wort.

Wenige Stunden später aber sind unterschwellig andere Töne von dem Unternehmen bei Twitter zu vernehmen. Man freue sich, dass Greta Thunberg „uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel“ unterstütze, heißt es dort. Zumal sie auch noch mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs gewesen sei. Und dann ein zweiter Tweet:

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Hatte die Klimaaktivistin also ein Ticket für die erste Klasse? War das Foto der auf dem Boden sitzenden 16-Jährigen nur gestellt? Oder wurde sie von der Bahn aus dem Flur dorthin geleitet? Bei Twitter schossen die Spekulationen diesbezüglich sofort ins Kraut. Die Deutsche Bahn selbst verwies zunächst lediglich auf ihre Tweets.

In den sozialen Medien kursierte derweil ein Beitrag, laut welchem Thunberg gemeinsam mit ihrem Vater in einem Waggon an einem Tisch gesessen habe und von den Bahn-Mitarbeitern hofiert worden sei.

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Die Deutsche Bahn teilte später mit, die 16-Jährige sei zwischen Kassel und Hamburg „freundlich und kompetent vom Zugteam der DB an ihrem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden“, nach Angaben des Bordpersonals hätten die Mitreisenden der Aktivistin dort bereits ab Frankfurt gesessen.

Inzwischen hat auch Greta Thunberg selbst via Twitter reagiert. Demnach sei ihr Zug von Basel gestrichen worden, sodass sie in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen hätten. Das bestätigt auch ein Blick auf die Webseite zugfinder.de. Der Morgenzug ICE 78 von Basel fiel aus. Der Zug, in dem sie laut Bahn-Mitarbeitern saß, fuhr vier Stunden später. Nach Göttingen habe sie einen Sitzplatz gehabt, so Thunberg weiter. „Das ist kein Problem und das habe ich auch nie gesagt. Überfüllte Züge sind ein großartiges Zeichen, weil das bedeutet, die Nachfrage für Zugfahrten ist hoch.“

Video
Twitter-Schlacht um Greta Thunbergs Zugfahrt nach Hause
1:41 min
Greta Thunberg ist nach ihrem Kampf für das Klima auf dem Weg zurück nach Schweden – unter anderem auf dem Fußboden eines deutschen ICE.  © dpa

RND/das

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