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Greta Thunberg über Merkel: “Sie war nett, sie war sehr freundlich”

Greta Thunberg auf dem Weg ins Kanzleramt. Im Hintergrund ist Luisa Neubauer zu sehen.

Berlin. 90 Minuten haben sie an diesem Vormittag mit Angela Merkel gesprochen: Greta Thunberg, Luisa Neubauer und weitere Klimaaktivistinnen von Fridays for Future. Dabei sei es um deutsche, europäische und internationale Klimapolitik gegangen, sagte Luisa Neubauer zu Beginn der anschließenden Pressekonferenz.

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“Wir haben ihr gesagt, sie solle die Klimakrise wie jede andere Krise behandeln”, sagte Greta Thunberg. Man habe nicht mehr und nicht weniger gefordert, als dass das Pariser Klimaschutzabkommen in konkrete Politik umgesetzt werde, ergänzte Luisa Neubauer.

Später betonte Neubauer noch einmal auf eine Nachfrage, dass die Corona-Krise ja zeige, wie ernst eine Krise genommen werden könne – was man eben nicht anders bezüglich der Klimakrise erwarte. Corona zeige ja gerade, was Politik tun und erreichen könne in einer Krise, fügte auch die Aktivistin Anuna De Wever hinzu.

Wir wissen, dass wir viel verlangen.

Luisa Neubauer,

Klimaaktivistin

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“Sie war nett, sie war sehr freundlich”, sagte Thunberg über das Gespräch mit der Kanzlerin. “Wir wissen, dass wir viel verlangen”, sagte Neubauer und dass man wisse, wie groß die Herausforderung sei – auch für die Politik. Darüber habe man mit Merkel gesprochen.

Regierungsangaben zufolge wurde unter anderem über die klimapolitischen Schwerpunkte in der laufenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft, also die angestrebte Klimaneutralität Europas bis 2050 und ein mögliches verschärftes Zwischenziel für die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 gesprochen. Beide Seiten seien sich einig, dass im Kampf gegen die Erderwärmung Industriestaaten eine besondere Verantwortung haben.

Regierungssprecher Steffen Seibert verbreitete über den Kurznachrichtendienst Twitter ein Video von dem Treffen. Merkel bedankte sich bei der Begrüßung dafür, dass die Frauen mit Corona-Schutzmaske in die Regierungszentrale gekommen waren.

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Angesprochen auf den offenen Brief, den sie im Vorfeld des Besuches an Merkel verfasst haben, betont Thunberg, dass er von Klimaaktivisten als einzelnen Personen geschrieben worden sei und nicht von ihnen als Anführern von Fridays for Future. Denn das seien sie nicht. Fridays for Future sei eine Graswurzelbewegung.

Greta an Merkel: Müssen Klimakrise als echte Krise sehen

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel nach echter Führung in der Klimakrise verlangt.

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Demonstranten bei Begrüßung vorm Kanzleramt

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg war am Vormittag mit Mitstreiterinnen von Fridays for Future bei der Bundeskanzlerin im Berliner Kanzleramt eingetroffen. Zur Begrüßung hatten sich am Donnerstag etwa 20 Demonstranten vor dem Gebäude aufgestellt.

Sie begrüßten Thunberg, die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer und die Belgierinnen Anuna De Wever van der Heyden und Adélaïde Charlier mit Sprechchören der Klimabewegung wie “Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut” und Schildern, die die Politik zu einem entschiedenen Handeln gegen den Klimawandel aufforderten.

“Wir werden der Kanzlerin sagen, dass sie sich der Klimakrise stellen muss – vor allem jetzt, da Deutschland die EU-Ratspräsidentschaft innehat”, hatten die vier Gäste im Vorfeld in einem Gastbeitrag für den “Spiegel” geschrieben. Mittlerweile werde in Führungsetagen weltweit von einer “existenziellen Krise” gesprochen.

“Die Klimakrise wird auf unzähligen Podien und Gipfeltreffen diskutiert.” Es würden umfangreiche Zusagen gemacht und große Reden gehalten. “Doch wenn es um konkrete Schritte geht, stellen wir fest, dass wir nach wie vor im Stadium der Verweigerung festhängen. Noch nie ist die Klima- und Umweltkrise als Krise behandelt worden.”

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RND/das/dpa/epd

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