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Vor UN-Klimakonferenz: Thunberg kritisiert schottische Umweltpolitik

  • Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat Schottlands Umweltpolitik zwei Monate vor der dort stattfindenden UN-Klimakonferenz kritisiert.
  • Die britische Region sei keine Vorreiterin im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Als Beispiel nannte Thunberg Pläne für ein neues Ölfeld nahe der Shetland-Inseln.
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Glasgow. Zwei Monate vor der UN-Klimakonferenz (Cop 26) in Glasgow hat Klimaaktivistin Greta Thunberg die Umweltpolitik des Gastgebers Schottland kritisiert. Entgegen der Beteuerungen der schottischen Regierung sei die britische Region keine Vorreiterin im Kampf gegen den Klimwandel.

Das sagte die Schwedin am Dienstag der BBC. Thunberg nannte als Beispiel Pläne für ein neues Ölfeld nahe der Shetland-Inseln.

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„Das fasst vielleicht die ganze Situation zusammen, in der wir uns befinden: Der Cop-Ausrichter plant, die Infrastruktur für fossile Brennstoffe auszubauen, neue Ölfelder zu erschließen und so weiter“, sagte Thunberg. „Es gibt einige Länder, die etwas mehr tun als andere, aber wenn wir es aus einer breiteren Perspektive betrachten, können wir mit Sicherheit sagen, dass es - zumindest im globalen Norden - keine Länder gibt, die auch nur annähernd das tun, was nötig wäre.“

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Thunberg fordert, dass auch ärmere Länder an Klimakonferenz teilnehmen

Thunberg hat noch nicht entschieden, ob sie an der Konferenz im November teilnimmt. Voraussetzung sei, dass die Tagung „sicher und demokratisch“ ablaufe, auch Teilnehmer aus ärmeren Ländern müssten vollständig geimpft sein und die Möglichkeit haben, in die schottische Großstadt zu reisen, betonte die 18-Jährige. Falls sie teilnehme, werde sie mit dem Zug anreisen.

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Grundsätzlich sprach sie sich für eine Präsenzveranstaltung aus, zeigte sich allerdings pessimistisch. „Ein physisches Treffen wird wahrscheinlich mehr Ergebnisse bringen, aber immer noch nicht annähernd das, was benötigt wird“, sagte Thunberg.

„Wir wissen, dass Veränderungen nicht von der Cop, aus diesen Verhandlungen heraus entstehen werden. Veränderungen werden kommen, wenn genug Leute draußen auf den Straßen sind, die Veränderung fordern.

RND/dpa

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