Grenzkontrollen: Seehofer will Schleierfahndung ausbauen

  • Innenminister Horst Seehofer will ereignisunabhängige Personenkontrollen an deutschen Grenzen ausbauen.
  • Dadurch sollen Einreisende aus ausländischen Risikogebieten schneller ausfindig gemacht werden.
  • Die Kontrollen sollen in einem Radius von 30 Kilometern durchgeführt werden.
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Berlin. Um Einreisende aus ausländischen Corona-Risikogebieten ausfindig zu machen, will Bundesinnenminister Horst Seehofer die Schleierfahndung, also das Ausüben von Personenkontrollen unabhängig von einem konkreten Verdacht, verstärken. „Auch die Einreise nach Deutschland aus Risikogebieten werden wir an Flughäfen, Bahnhöfen und auch auf den Straßen im Grenzraum verstärkt kontrollieren“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung.

„Dazu wird die Schleierfahndung an allen deutschen Grenzen in einem Radius von 30 Kilometern intensiviert, um auch bei denjenigen, die per Auto aus Risikogebieten einreisen, die Einhaltung der Corona-Bestimmungen kontrollieren zu können.“

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Zudem werde die Bundespolizei in Absprache mit den Ländern Tausende Beamte zur Kontrolle der Anti-Corona-Maßnahmen einsetzen, sagte Seehofer. „Zunächst gilt das für die Großstädte und die Hotspots.“ Am vergangenen Wochenende hatte die Bundespolizei bereits die Berliner Polizei bei der Durchsetzung von Maskenpflicht und Sperrstunde mit 500 Einsatzkräften unterstützt.

RND/dpa

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