Nie wurden mehr alleinreisende Kinder an US-Südgrenze aufgegriffen

  • Anfang Februar hatte die Biden-Regierung in den USA angekündigt, die restriktive Migrationspolitik unter Vorgänger Trump ändern zu wollen.
  • Unbegleitete Minderjährige werden nun nicht mehr automatisch abgewiesen.
  • Im März wurden mehr alleinreisende Minderjährige an der US-Grenze zu Mexiko registriert als jemals zuvor.
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Washington. An der US-Grenze zu Mexiko haben die Behörden im März nach eigenen Angaben fast 19.000 allein reisende Kinder aufgegriffen. Das ist die höchste Zahl, die dort jemals registriert wurde. Seit Februar hat sie sich demnach fast verdoppelt, und im März 2020 betrug sie mit 3221 weniger als ein Fünftel.

Die Regierung von Präsident Joe Biden kündigte am 2. Februar an, die Politik der vorherigen Regierung nicht länger zu verfolgen, unbegleitete Minderjährige automatisch abzuweisen. Seither ist die Zahl junger Migranten, die ohne Begleitung Erwachsener in die USA kommen, gestiegen. Grenzschutz und Gesundheitsbehörden haben Mühe, die Kinder unterzubringen.

Die Behörden hätten im März 19.890 unbegleitete Kinder angetroffen, deutlich mehr als bei den bisherigen Rekordwerten von 11.475 im Mai 2019 und 10.620 im Juni 2014, erklärte der Grenzschutz. Die Zahlen werden seit 2009 veröffentlicht. Davor hatten vor allem erwachsene Mexikaner die Grenze überquert.

RND/AP

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