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  • Greenpeace, Robin Wood, WWF und co.: Die sechs größten Umweltorganisationen im Überblick

Die Macht der Umweltverbände

  • Mehr Geld, mehr Mitglieder – die großen Umweltorganisationen profitieren im Pandemiejahr.
  • Auf Einnahmen von 294 Millionen Euro kamen im vergangenen Jahr allein die fünf größten.
  • Ein Überblick über die Organisationen.
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Hannover. Mit einem klimafreundlicheren Lebensstil mögen sich viele Deutsche schwertun – unterstützt aber haben sie die großen Umweltorganisationen gerade im Pandemiejahr mit mehr Verve denn je. Fast alle hierzulande konnten zuletzt ein deutliches Plus bei Spenden – und, wo möglich, auch bei Mitgliederzahlen verbuchen.

Allein die fünf größten kamen, einschließlich Greenpeace, im vergangenen Jahr auf Einnahmen von 294 Millionen Euro. Ein Überblick.

BUND: Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V.

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Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e. V., kurz BUND, ist im vergangenen Jahr gewachsen: Die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer stieg laut Jahresbericht um rund 2 Prozent auf 664.000, von denen rund drei Viertel Mitglied im BUND sind, ein Viertel sind reine Spenderinnen und Spender.

41,5 Millionen Euro hat der BUND im Jahr 2020 eingenommen, ein Plus von mehr als 5 Millionen Euro. Der BUND wurde 1975 gegründet – nach eigenen Angaben hatte er im vergangenen Jahr mehr Unterstützer als je zuvor. 118 Menschen sind beim BUND beschäftigt.

Deutsche Umwelthilfe

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Auch die Deutsche Umwelthilfe e. V., die den Großteil ihrer Bekanntheit zuletzt den Klagen gegen deutsche Kommunen wegen Verstößen gegen Abgasgrenzwerte verdankte, konnte ihre finanziellen Möglichkeiten zuletzt deutlich steigern: 11,1 Millionen Euro nahm sie 2019 ein, 2,8 Millionen mehr als zwei Jahre zuvor. Der Verein hat lediglich 459 Mitglieder, dazu kommen 10.100 Fördermitglieder.

Den größten Teil der Einnahmen, 36 Prozent, verdankt die DUH Zuschüssen von Bund, Ländern und EU für Umwelt- und Verbraucherschutzprojekte. 149 Menschen sind bei der DUH beschäftigt.

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Am 24. September – zwei Tage vor der Bundestagswahl – soll wieder global gestreikt werden. So kündigte es die Umweltschutzorganisation Fridays for Future an.  © Reuters

Nabu

Der Naturschutzbund Deutschland e. V., gegründet 1899, ist einer der ältesten Umweltverbände Deutschlands – und konnte die Zahl seiner Mitglieder zuletzt um mehr als 50.000 auf rund 720.000 am Ende des Jahres 2019 steigern. Allein die Einnahmen aus Mitgliedschaften stiegen um rund 3 auf 27,2 Millionen Euro, insgesamt verfügte der Nabu 2019 über 55,66 Millionen Euro. Einschließlich Praktikantinnen und Praktikanten sowie Bundesfreiwilligendienstlern beschäftigt der Nabu 244 Menschen.

WWF

Die deutsche Sektion des WWF, 1963 in Bonn gegründet, ist, im Gegensatz zu den meisten anderen Umweltverbänden, nicht als Verein, sondern als Stiftung organisiert. Insgesamt haben rund 702.000 Menschen den WWF Deutschland im vergangenen Jahr unterstützt, ein Plus von 77.000 gegenüber dem Vorjahr. Die Einnahmen stiegen im vergangenen Jahr laut Jahresbericht um rund 12 auf 104 Millionen Euro. 388 Menschen waren zuletzt beim WWF Deutschland beschäftigt.

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Robin Wood

Der Verein Robin Wood war 1982 eine Abspaltung vormaliger Greenpeace-Aktivisten, denen ihre frühere Organisation zu wenig demokratisch war. Robin Wood blieb die deutlich kleinere Schwester, konnte im vergangenen Jahr aber ebenfalls deutlich zulegen: Rund 986.000 Euro hat Robin Wood nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr eingenommen, vor allem dank deutlicher Spendenzuwächse. Zum Verein gehören rund 1400 Mitglieder, 3500 Förderer unterstützten ihn zusätzlich.

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