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Grabkreuze an der Copacabana - Protest gegen Brasiliens Corona-Politik

  • Brasilien hat sich in den vergangenen Wochen zu einem der weltweit großen Corona-Hotspots entwickelt.
  • Präsident Bolsonaro verharmlost das Virus und ließ immer wieder Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer vermissen.
  • Nun hat eine Organisation mit einer außergewöhnlichen Aktion gegen diese Politik demonstriert.
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Rio de Janeiro. Aus Protest gegen die Corona-Politik der brasilianischen Regierung und in Gedenken an die Gestorbenen sind am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro 100 Grabkreuze aufgestellt worden. Bei der Aktion gruben Freiwillige der Nichtregierungsorganisation Rio de Paz am Donnerstag (Ortszeit) auch zu jedem der Kreuze ein leeres Grab aus.

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Protest in Brasilien: Copacabana wird zum Friedhof
1:20 min
Die Nichtregierungsorganisation "Rio de Paz" hat über Nacht Dutzende Gräber ausgehoben, um ein Zeichen gegen die Politik von Jair Bolsonaro zu setzen.  © Reuters

“Das war die schwierigste Demonstration unserer Geschichte”, schrieb deren Präsident, Antonio Costa, auf Twitter. In einem Video der Gruppe war zu sehen, wie ein Anhänger des rechten Präsidenten Jair Bolsonaro die Organisatoren beschimpfte und die Kreuze im Sand umstieß. Kurz darauf stellte ein Mann, der nach einem Bericht des Portals “G1” auf der Strandpromenade spazieren gegangen war und die Szene gesehen hatte, die Kreuze wieder auf.

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“Respektiert den Schmerz der Leute”, rief er. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Vater, der seinen 25-jährigen Sohn im Zusammenhang mit dem Coronavirus verloren hatte.

In ganz Brasilien sind nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums 40.919 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 802.828 haben sich infiziert. Präsident Bolsonaro verharmlost das Coronavirus und lehnt jegliche Maßnahmen zur Eindämmung ab.

Der Oberste Gerichtshof übertrug daher die Befugnis, Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu verhängen, den Bundesstaaten und Gemeinden. Auch ließ Bolsonaro immer wieder Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer vermissen.

RND/dpa

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