• Startseite
  • Politik
  • Gorleben: Salzstock wird endgültig stillgelegt - Atommüllendlager-Debatte endet

Wohin mit dem Atommüll? Endgültiges Aus für Salzstock Gorleben

  • Gorleben wird stillgelegt.
  • Der Salzstock, der einst als deutsches Atommüllendlager im Gespräch war, schließt für immer.
  • Das hat das Bundesumweltministerium entschieden.
Anzeige
Anzeige

Gorleben. Das Erkundungsbergwerk Gorleben wird endgültig stillgelegt, nachdem der Standort bereits vor einem Jahr als Standort für ein Atomendlager ausgeschlossen wurde. Das Bundesumweltministerium gab am Freitag bekannt, die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen. „Das Kapitel Endlager Gorleben wird ab dem heutigen Tag geschlossen“, sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth in Gorleben. Niedersachsen Umweltminister Olaf Lies (SPD) sagte: „Ab heute gibt es keine Hintertür mehr.“ Das Thema Endlager Gorleben sei endgültig beendet.

In den 1970er Jahren hatte die Politik die Entscheidung getroffen, im Salzstock Gorleben ein Endlager einzurichten. Das hatte jahrzehntelange Proteste zur Folge. Nach langem Ärger war die Endlager-Suche komplett neu gestartet worden.

Im Herbst 2020 hatte die BGE mitgeteilt, dass große Teile Deutschlands für ein Atomendlager nach geologischen Kriterien grundsätzlich geeignet sind - der lange heftig umkämpfte Salzstock Gorleben aber ist nicht darunter. Als Grund wurden geologische Mängel genannt.

Nach der Entscheidung sollte geprüft werden, wie weiter mit dem Bergwerk verfahren werden kann.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen