„Gorch Fock”: Sanierungspläne wackeln schon wieder

  • Seit November liegt die „Gorch Fock“ im Trockendock in Bremen.
  • Doch die Sanierungsarbeiten laufen laut einem Medienbericht nur schleppend.
  • Die Bundesmarine rechnet für 2020 nicht mit der Rückkehr des Dreimasters aufs Wasser.
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Kiel. Die 1958 in Dienst gestellte „Gorch Fock“ bleibt eine „unendliche Geschichte“. Nach dem Wunsch der Marine sollte das Schiff bereits im Juni 2020 wieder zu Wasser gelassen werden. Doch die Chancen darauf stehen schlecht, berichten die „Kieler Nachrichten“ (Artikel kostenpflichtig).

Der Dreimaster liegt seit vier Jahren im Dock. Am 11. November wurde er aus dem Wasser geholt und in eine Wartungshalle überführt. Seither ist wenig passiert, berichtet die Zeitung. Nach der Pleite der Elsflether Schiffswerft ist seit Oktober die Bremer Lürssen-Werft für die Sanierung verantwortlich.

Im Einsatzplan taucht das Schiff nicht auf

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Wie die „Kieler Nachrichten“ unter anderem unter Berufung auf den Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens (CDU) berichten, gibt es noch keinen verlässlichen Zeitplan für die Sanierung. Der Inspekteur der Marine hatte erklärt, er hoffe, die ausstehenden Arbeiten könnten bis Juni 2020 erledigt werden. Doch so ganz scheint auch das Militär nicht daran zu glauben: Im Einsatz- und Übungsplan der Marine für 2020 taucht das Segelschulschiff gar nicht erst auf.

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Scheitert die Sanierung am Ende am Geld? Nach mehreren Kostensteigerungen liegt der Finanzbedarf nun offiziell bei insgesamt 128 Millionen Euro. Das Problem: Davon sind bereits 80 Millionen ausgegeben. Die Lürssen-Werft verwies auf Nachfrage nur auf „weiterführende, intensive Gespräche“ mit der Bundeswehr, ohne weitere Details zu nennen.

RND/cb

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