Göring-Eckardt: Aufarbeitung der SED-Diktatur muss weitergehen

  • Die Stasi-Unterlagenbehörde wird am 17. Juni nach über 30 Jahren geschlossen.
  • Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, fordert nun, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur trotzdem fortgesetzt werden müsse.
  • Die Akteneinsicht bleibe ja unverändert möglich, sagt sie.
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Berlin. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt, hat angesichts der bevorstehenden Schließung der Stasi-Unterlagenbehörde und der Überführung der Stasi-Akten ins Bundesarchiv gefordert, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur weitergehen müsse.

„Die Bewahrung und Öffnung der Stasi-Akten sind ein Erbe der Bürgerrechtsbewegung und der Friedlichen Revolution in der DDR“, sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Ihr Übergang in das Bundesarchiv ist kein Schlusspunkt, denn die Akteneinsicht bleibt unverändert möglich.“

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„Außenstellen der Behörde als authentische Orte erhalten“

Göring-Eckardt, die selbst in der DDR-Bürgerrechtsbewegung aktiv war, fügte hinzu: „Jetzt ist es wichtig, die Aufarbeitung der SED-Diktatur konsequent und kontinuierlich fortzusetzen. Das geht nur, wenn wir die Außenstellen der Behörde als authentische Orte für die Zukunft erhalten und ihre eigenständige Bildungs- und Forschungsarbeit fortführen und absichern.“ Die verschiedenen lokalen und regionalen Aufarbeitungsinitiativen seien weiter zu unterstützen und zu fördern, sagte sie.

Die Behörde wird am 17. Juni nach über 30 Jahren offiziell ins Bundesarchiv überführt, ihr Leiter Roland Jahn wird dann verabschiedet. Die Akten bleiben aber auch im Bundesarchiv weiter zugänglich.

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Um die Belange der Opfer der SED-Diktatur soll sich im Auftrag des Bundestages eine eigene Beauftragte kümmern. Es ist die einstige Oppositionelle Evelyn Zupke, die in der vorigen Woche vom Bundestag gewählt wurde.

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