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  • Gil Ofarim Antisemitismusvorwürfe: Deutsch-Israelische Gesellschaft verlangt strengeres Vorgehen gegen Judenhass

Deutsch-Israelische Gesellschaft fordert schärfere Ahndung von antisemitischen Beleidigungen

  • Der Musiker Gil Ofarim erhebt schwere Antisemitismusvorwürfe gegen ein Leipziger Hotel.
  • Nun verlangt die Deutsch-Israelische Gesellschaft ein strengeres Vorgehen gegen Judenhass.
  • „Der Strafbestand der Volksverhetzung greift oft nicht weit genug“, sagte DIG-Präsident Uwe Becker dem RND.
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Berlin. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat angesichts der Antisemitismusvorwürfe gegen ein Leipziger Hotel eine schärfere Ahndung judenfeindlicher Beleidigungen gefordert. „Antisemitismus darf nicht kleingeredet werden und sollte generell unter Strafe gestellt werden″, sagte DIG-Präsident Uwe Becker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der Strafbestand der Volksverhetzung greift oft nicht weit genug, um beispielsweise Beleidigungen strafrechtlich zu verfolgen.″

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Der Musiker Gil Ofarim hatte am Dienstag auf Instagram schwere Vorwürfe gegen das Leipziger Hotel The Westin erhoben. Während des Check-Ins habe ihn ein Mitarbeiter aufgefordert, seine Davidstern-Kette einzupacken. Erst dann dürfe er einchecken. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat Ermittlungen aufgenommen. Der beschuldigte Mitarbeiter schildert den Vorfall jedoch anders und hat inzwischen Anzeige wegen Verleumdung gestellt.

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Becker von der DIG ergänzte: „Ich bin schockiert, dass solche antisemitischen Vorfälle überhaupt in Deutschland passieren.“ Es mache deutlich, dass Antisemitismus weit über die extremen politischen Ränder verbreitet sei. „Nun ist ein Einstehen für jüdisches Leben in unserem Land und Solidarität gefordert sowie ein klares Bekenntnis zu Israel″, sagte er dem RND. „Ein Angriff auf jüdisches Leben in Deutschland ist immer auch ein Angriff auf die gesamte deutsche Gesellschaft.″

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