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  • Giffey: Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern in Corona-Krise

Giffey fordert: Eltern sollen in Corona-Krise länger Lohnfortzahlung bekommen

  • Was, wenn Eltern nicht zur Arbeit gehen können, weil Kita und Schule in der Corona-Krise geschlossen haben?
  • Die können bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten - allerdings maximal sechs Wochen.
  • Familienministerin Franziska Giffey dringt jetzt auf eine Verlängerung der Lohnfortzahlung - und sieht Eile geboten.
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Berlin. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) dringt auf eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder in der Corona-Krise nicht zur Arbeit gehen können, und ruft die Länder auf, hier gemeinsam mit dem Bund zu einer Lösung zu kommen. „Wenn Eltern keinen Platz in der erweiterten Notbetreuung bekommen und sie nicht arbeiten gehen können, weil der Regelbetrieb noch nicht in Sicht ist, müssen sie eine Entschädigung erhalten“, sagte Giffey dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Über diese Frage müssen sich Bund und Länder so schnell wie möglich einig werden“, setzte sie hinzu.

„Viele Familien sind seit einigen Wochen am Rande ihrer Kräfte“, sagte Giffey. „Solange Kitas und Schulen noch nicht für alle Kinder wieder vollständig geöffnet haben, müssen Eltern anders unterstützt werden.“ Es sei ein großes Problem, wenn zum Beispiel der Handwerker und die Friseurin aufgrund der Lockerungen wieder voll arbeiten gehen solle, ihnen gleichzeitig aber noch nicht eine umfassende Betreuung der Kinder in Kita und Schule angeboten werden könne.

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„Deshalb appelliere ich an die Länderchefs, hier gemeinsam mit dem Bund ihre Verantwortung wahrzunehmen, die Familien zu unterstützen und auch den Eltern zu helfen, die wegen der noch fehlenden Betreuung nicht ihrer Arbeit nachgehen können“, sagte die Familienministerin. „Und es müssen Perspektiven darüber hinaus für die kommenden Wochen für alle Familien aufgezeigt werden.“

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Eltern können laut Infektionsschutzgesetz bis zu 67 Prozent ihres Lohns vom Staat erhalten, wenn sie Kinder während der Pandemie unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb Einkommensverluste haben. Zeiten, in denen Kita oder Schule ohnehin wegen Ferien geschossen wäre, werden nicht mitgerechnet. Die Leistung ist begrenzt auf 2016 Euro für einen vollen Monat und wird bislang maximal für sechs Wochen gezahlt.

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Wer im Homeoffice arbeiten kann, erhält die Leistung nicht. Die Grünen fordern deshalb ein Corona-Elterngeld, auf das auch diese Personengruppe Anspruch hätte.

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