Giffey-Promotion: SPD-Abgeordneter Kahrs kritisiert FU Berlin

  • Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) darf ihren Doktortitel behalten.
  • Nach der Entscheidung geht der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs mit der FU Berlin hart ins Gericht.
  • Die Dauer des Verfahrens sei unerträglich gewesen, sagte Kahrs dem RND.
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Berlin. Nach der Entscheidung über die Promotion von Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs die Dauer des Prüfverfahrens der Freien Universität Berlin (FU) scharf kritisiert. „Die Dauer des Verfahrens der Freien Universität Berlin war unerträglich”, sagte Kahrs dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Es wäre wünschenswert, wenn die FU mal ihre Verfahren überprüft und über ihre Verantwortung nachdenkt“, fügte Kahrs hinzu.

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Franziska Giffey darf ihren Doktortitel behalten
1:03 min
Monatelang hat die Freie Universität Berlin die Doktorarbeit der Familienministerin geprüft. Nun ist klar: Franziska Giffey kann ihren Titel behalten.  © dpa

Die Entscheidung, dass Giffey ihren Doktortitel behalten darf, begrüßte der Sprecher des Seeheimer Kreises. „Über das Ergebnis bin ich begeistert. Ich bin ein großer Fan von Franziska Giffey. Sie ist eine großartige Ministerin“, sagte Kahrs dem RND.

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Die FU hatte am Mittwochabend nach neunmonatiger Prüfdauer mitgeteilt, dass das Universitätspräsidium einstimmig beschlossen habe, Giffey für ihre Dissertation eine Rüge zu erteilen, den ihr verliehenen Grad „Doktorin der Politikwissenschaft“ aber nicht zu entziehen. Das laufende Verfahren hatte Giffey als Grund dafür genannt, dass sie nicht für den SPD-Parteivorsitz kandidiert.