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Kinderbonus kommt in zwei Raten - Altmaier will “Konjunkturlokomotive”-Deutschland

  • Das Bundeskabinett hat am Freitag angesichts der Corona-Krise den Kinderbonus beschlossen.
  • Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sagte im Anschluss, der Bonus solle in zwei Raten ausgezahlt werden – im September und im Oktober.
  • Sie sprach von einem “wichtigen Teil des Konjunkturpakets”.
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Berlin. Die Bundesregierung hat wichtige Teile des geplanten Konjunkturpakets auf den Weg gebracht – darunter den Kinderbonus in Höhe von 300 Euro. Weil der Bonus mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet, nicht aber auf die Grundsicherung angerechnet wird, profitieren besonders Familien mit geringen Einkommen.

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Giffey: Kinderbonus wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet
1:22 min
Der als Teil des Konjunkturpakets vorgesehene Kinderbonus von 300 Euro pro Kind soll im Herbst in zwei Raten ausgezahlt werden.  © Reuters

Im Anschluss an die Sitzung des Bundeskabinetts erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), dass der Kinderbonus in zwei Raten mit dem Kindergeld ausgezahlt werde – im September und im Oktober. Es sei ein “wichtiger Teil im Konjunkturpaket”, sagte sie.

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Familien müssen keinen Antrag extra stellen, erklärte Giffey, denn der Bonus sei für jedes kindergeldberechtigte Kind vorgesehen. Er werde automatisch mit dem Kindergeld überwiesen – also 150 Euro im September und 150 Euro im Oktober.

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Konjunkturpaket: 130 Milliarden Euro gegen die Corona-Krise
2:20 min
Die große Koalition hat am Mittwoch lange um ihr “Zukunftspaket” gerungen. Eine Einigung: Die Mehrwertsteuer wird für sechs Monate gesenkt.  © Reuters

Die Ministerin sagte, der Bonus gelte auch für alle im Jahr 2020 geborenen Kinder, sodass etwa Familien, die erst im Dezember ein Kind erwarteten, dann die Leistung erhielten.

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Das 130-Milliarden-Euro schwere Konjunkturprogramm soll die Wirtschaft angesichts der Corona-Krise beleben und den Konsum der Verbraucher ankurbeln. Darunter ist der Kinderbonus und auch die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Giffey sprach von einem “guten Tag für Familien”.

Die Kabinettssondersitzung wurde nötig, weil die Mehrwertsteuer bereits im Juli sinken soll und dafür noch die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat nötig ist. Sie legen dafür am 29. Juni ebenfalls Sondersitzungen ein.

“Konjunkturlokomotive” für den Rest der Welt

Deutschland kann aus Sicht von Wirtschaftsminister Peter Altmaier einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass die Wirtschaft in Europa und der Welt nach der Corona-Krise wieder anspringt. Die Bundesrepublik solle “Konjunkturlokomotive” sein, sagte der CDU-Politiker. Das von Union und SPD beschlossene Konjunkturprogramm im Volumen von 130 Milliarden Euro sei ein “Kraftpaket” und solle dafür sorgen, “dass die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte durchschritten wird”.

“Wir wollen aus der Krise raus mit voller Kraft”, betonte Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Es gehe darum, dass Verbraucher, Familien und Unternehmen jetzt wieder mehr investierten und Anschaffungen trotz der unsicheren Zeiten nicht aufschieben würden.

RND/das/dpa

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