Giffey gibt Startschuss für Kinder- und Jugendhilfereform

  • Was in der vergangenen Legislaturperiode noch gescheitert war, soll nun umgesetzt werden.
  • Familienministerin Giffey (SPD) will das Kinder- und Jugendhilferecht reformieren.
  • Jedes Kind solle so gut wie möglich gefördert werden.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat den Startschuss zur Reform des Kinder- und Jugendhilferechts gegeben. Giffey erklärte am Dienstag in Berlin, sie wolle ihren Gesetzentwurf im kommenden Frühjahr vorlegen. Der Staat habe die Verantwortung, dafür zu sorgen, dass jedes Kind seinen Weg mache, und müsse es so gut fördern wie möglich, sagte sie. Die gegenwärtigen Regelungen seien nicht immer zum Besten der Kinder.

Zu den Kernelementen der geplanten Reform zählen Verbesserungen für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche. Eltern und Betroffene sollen sich künftig an unabhängige Ombudsstellen wenden können. Der Kinder- und Jugendschutz soll verbessert und die Heimaufsicht gestärkt werden.

Reform war in der vergangenen Legislaturperiode noch gescheitert

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Giffey nahm am Dienstag den Abschlussbericht von Kinder- und Jugendhilfe-Experten entgegen, die sich ein Jahr lang mit der anstehenden Reform auseinandergesetzt hatten. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses würden in die Gesetzgebung einfließen, erklärte sie. Nach Angaben des Ministeriums sind rund 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche auf staatliche Unterstützung angewiesen. Die Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe war in der vergangenen Legislaturperiode gescheitert. Sie soll nun in dieser Wahlperiode umgesetzt werden.

RND/epd

“Staat, Sex, Amen”
Der neue Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz
  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen