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Einigung in Istanbul

Selenskyj über Getreidedeal: Entspricht „voll und ganz“ Kiews Interessen

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hält seine nächtliche Videoansprache an die Nation anlässlich des 140. Tages der russischen Invasion von seinem Büro im Mariinsky-Palast aus. (Archivbild)

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, hält seine nächtliche Videoansprache an die Nation anlässlich des 140. Tages der russischen Invasion von seinem Büro im Mariinsky-Palast aus. (Archivbild)

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zufrieden mit der Lösung für die Ausfuhr von Millionen Tonnen Getreide aus seinem Land gezeigt.

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Die einzelnen Punkte des am Freitag in Istanbul unterzeichneten Dokuments entsprächen „voll und ganz den Interessen der Ukraine“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache in der Nacht zum Samstag. „Jetzt können wir nicht nur die Arbeit unserer Häfen am Schwarzen Meer wiederaufnehmen, sondern auch den erforderlichen Schutz für sie aufrechterhalten.“

Ende der Getreideblockade: Ukraine und Russland unterzeichnen Abkommen

Zuletzt waren zwischen 20 und 25 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine blockiert.

Selenskyj sagte zudem, die Ukraine könne nun insgesamt 20 Millionen Tonnen Getreide aus der Ernte des Vorjahres exportieren. Es seien Vorräte im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar eingelagert.

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Zweifel bleiben trotz der Einigung

Allerdings äußerte Selenskyj auch Zweifel: „Es ist jedem klar, dass es Provokationen von Seiten Russlands geben könnte, Versuche, die ukrainischen und internationalen Bemühungen zu diskreditieren“, sagte er. „Aber wir vertrauen den UN.“

„Ich mache wegen des Abkommens keine Champangerflasche auf“, sagte Außenminister Dmytro Kuleba der Nachrichtenagentur AP am Freitag in Kiew. „Ich drücke die Daumen, dass es funktioniert, dass Schiffe Getreide auf die Weltmärkte bringen und die Preise runtergehen und Leute etwas zu essen haben. Aber ich bin sehr vorsichtig, weil ich kein Vertrauen in Russland habe.“

Zuvor hatten sich die Kriegsparteien fast fünf Monate nach dem russischen Überfall auf die Ukraine erstmals auf eine größere Übereinkunft verständigt: Getreideexporte aus der Ukraine über das Schwarze Meer sollen nach einer Blockade Russlands wieder möglich werden. Unter UN-Führung sollen Vertreter der Länder aus einem Kontrollzentrum in Istanbul zusammen mit der Türkei einen humanitären Korridor im Schwarzen Meer abstecken und überwachen.

RND/dpa/AP

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