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“Geschätzte Freundin”: Erdogan begrüßt Merkel in Istanbul

  • Angela Merkel ist am Freitagvormittag in Istanbul mit Recep Tayyip Erdogan zusammengetroffen.
  • Die Liste der Themen des eintägigen Besuchs der Kanzlerin ist lang.
  • Bei der Begrüßung schlug der türkische Präsident aber erstmal versöhnliche Töne an.
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Istanbul. Vor schwierigen Gesprächen hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Türkei betont herzlich begrüßt. "Ich empfinde großes Glück, Frau Merkel fünf Tage nach der Berliner Konferenz in unserem Land willkommen zu heißen", sagte er am Freitagmorgen in Istanbul.

Merkel war in der Nacht zuvor für einen eintägigen Besuch angereist. Zuletzt hatten sich die beiden am vergangenen Sonntag bei der Berliner Libyen-Konferenz gesehen. Der erste gemeinsame Termin von Erdogan und Merkel war die Eröffnung eines neuen Campus der Deutsch-Türkischen Universität in Istanbul.

Es sei sehr wichtig, dass die Kanzlerin ihre Reise mit der Eröffnung der Universität beginne, sagte Erdogan, der Merkel seine "geschätzte Freundin" nannte. Er hoffe, dass die Universität ein Symbol für die Freundschaft beider Länder sein werde.

Krisen in Libyen und Syrien sowie Flüchtlinge im Fokus

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Die Universität ist nach Auskunft des türkischen Koordinators Izzet Furgac eine staatliche türkische Volluniversität mit fünf Fakultäten, 13 Bachelorstudiengängen, sieben Masterstudiengängen, einem Promotionsstudiengang und 2500 Studenten. 38 deutsche Universitäten seien in einem Konsortium zusammengefasst, um sie in der Lehre und Forschung zu unterstützen.

Merkel ist einen ganzen Tag lang in Istanbul. Nach dem Termin an der Universität wollen Erdogan und Merkel zu politischen Gesprächen zusammenkommen. Unter anderem soll es um die Krisen in Libyen und Syrien sowie um bilaterale Themen gehen. Viele - wie die Flüchtlingspolitik oder die Lage der Menschenrechte in der Türkei - sind umstritten. Außerdem steht für Merkel nach Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern am Morgen später auch noch ein Treffen mit Repräsentanten der Zivilgesellschaft an.

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RND/dpa