Gericht lehnt Einbürgerung nach verweigertem Handschlag ab

  • Ein Libanese in Mannheim hat seinen Einbürgerungstest erfolgreich bestanden.
  • Der Sachbearbeiterin, die ihm gratulieren will, gibt er aber nicht die Hand.
  • Eine Entscheidung mit fatalen Folgen.
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Mannheim. Ein Verwaltungsgericht in Mannheim hat den Antrag auf Einbürgerung eines Libanesen verweigert, weil dieser nach bestandenem Einbürgerungstest einer Sachbearbeiterin keinen Handschlag geben wollte. Zuerst berichtete Deutschlandfunk.

Die Sachbearbeiterin händigte dem Mann die Urkunde aus und reichte ihm die Hand. Der Man aber schlug den Handschlag aus. Als Begründung sagte er, er habe seiner Frau versprochen, keiner anderen Frau die Hand zur reichen.

Der Mann ging gegen die anschließende Ablehnung seiner Einbürgerung in Berufung. Das Berufungsgericht aber bestätigte die Entscheidung. Begründung: Der Bewerber habe mit der Ablehnung des Handschlags eine fundamentalistische Kultur- und Wertvorstellung gezeigt. Eine Einordnung in deutsche Lebensverhältnisse sei daher nicht gewährleistet.

RND/lhen


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