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Gericht in Zentralafrika bestätigt Wahlsieg von Präsident Touadéra

  • Das Verfassungsgericht der Zentralafrikanischen Republik hat Touadéra als Präsidenten bestätigt.
  • Demnach sei der Präsident mit 53,16 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden.
  • Das Land ist durch die Wahlen in weitere Unruhen durch eine von Rebellen unterstützte Allianz geraten.
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Bangui. Inmitten eines Konflikts in der Zentralafrikanischen Republik hat das Verfassungsgericht Amtsinhaber Faustin-Archange Touadéra als neuen Präsidenten bestätigt. Der Staatschef sei mit 53,16 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden, teilte das Gericht am Montag mit. Die vorläufigen Ergebnisse wurden bereits Anfang Januar verkündet. „Die Demokratie hat gesiegt“, sagte Evariste Ngamana, Sprecher von Touadéras Partei MCU. Die Amtseinführung ist für März geplant.

Touadéra ist seit 2016 in dem afrikanischen Binnenstaat an der Macht. Kurz vor der Präsidentenwahl am 27. Dezember hatte eine neue Rebellen-Allianz Sicherheitskräfte und UN-Soldaten angegriffen. Die Allianz wird nach Angaben der UN-Mission im Land von Ex-Präsident François Bozizé unterstützt, dessen Kandidatur zuvor von dem Verfassungsgericht zurückgewiesen wurde.

Noch immer liefern sich die Rebellen mit Sicherheitskräften Kämpfe; am Montag gab UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York den Tod zweier UN-Soldaten bekannt. Sie seien bei einer Attacke ums Leben gekommen, erklärte er. Insgesamt mehr als 60.000 Menschen sind bislang nach Angaben von UNHCR in Nachbarländer geflohen, Tausende flohen innerhalb des Landes.

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Gefahr, dass die Gewalt die Stabilität untergräbt

Anstatt das Land zu versöhnen, hätten die Wahlen die politische Landschaft und die Gesellschaft weiter polarisiert, sagte Experte Hans de Marie Heungoup von der Denkfabrik International Crisis Group. Zwischen Touadéra und den Rebellen müsse es einen Dialog geben. „Sollten die zentralafrikanischen Akteure keine Einigung erzielen, besteht die Gefahr, dass die derzeitige Gewalt die Stabilität dieses Staates, der von jahrelangen Konflikten und politischen Meinungsverschiedenheiten geplagt wird, weiter untergräbt.“

Die ehemalige französische Kolonie mit seinen rund 4,7 Millionen Einwohnern verfügt über reiche Mineralienvorkommen, ist aber trotzdem verarmt und seit Jahren von Konflikten und Umstürzen gebeutelt.

RND/dpa

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