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Jobs in der russischen Gaslobby wichtiger

Wegen seiner Nähe zu Putin: Alle Büromitarbeiter von Altkanzler Schröder kündigen

Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) muss bald ohne seine Mitarbeiter auskommen (Archivbild).

Berlin/Hannover. Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder haben gekündigt, weil der Ex-Kanzler weiter zu Russlands Präsidenten Wladimir Putin steht und seine Ämter in der russischen Gaslobby hält. Das berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ), zuerst hatte das Nachrichtenportal „The Pioneer“ berichtet. Mit dem Abschied der vier Mitarbeiter wäre das Büro des Altkanzlers in Berlin verwaist.

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Den Anfang soll Schröders langjähriger Büroleiter und Redenschreiber Albrecht Funk gemacht haben. Dem Bericht von „The Pioneer“ zufolge soll Funk dem Altkanzler dringend zu einer raschen Distanzierung zu Putin geraten haben. Der Altkanzler hatte zwar vor Kurzem den russischen Angriffskrieg in einem Statement auf Linkedin verurteilt und gefordert, dass dieser „schnellstmöglich beendet werden“ müsse. Allerdings mit der Einschränkung, dass Fehler „auf beiden Seiten“ gemacht worden seien.

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Eine klare Abkehr klingt anders. Hinzu kommt, dass sich Schröder gegen den Hinweis seines Büroleiters entschied, von seinen Ämtern bei russischen Gaskonzernen zurückzutreten. Schröder, der als langjähriger Freund Putins gilt, ist Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft. Außerdem hat der Sozialdemokrat Führungspositionen bei den Pipelineprojekten Nord Stream und Nord Stream 2.

Wegen Nähe zu Putin: Mehrere Mitarbeiter kehren Altkanzler Schröder den Rücken

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder verliert nach Medieninformationen wegen seiner Nähe zu Putin seinen langjährigen Büroleiter und Redenschreiber.

Genug für Funk, neben dem nun auch noch drei weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kündigen wollen. Das berichtet das Nachrichtenportal unter Berufung auf eine Bestätigung des Büros. Demnach sei das Büro des Ex-Kanzlers damit nun „verwaist“, heißt es. Ob Schröder neue Mitarbeiter bekommt, soll laut Bericht in den Händen von Kanzler Olaf Scholz liegen. Wie die „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ berichtet, wird in Berlin darüber spekuliert, das Büro des Ex-Kanzlers nun vollständig abzuwickeln.

RND/jst

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