Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Putin erwähnte er nicht

Altkanzler Schröder bezeichnet Putins Krieg in der Ukraine als „Folge politischen Versagens“

Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild).

Altkanzler Gerhard Schröder (Archivbild).

Altkanzler Gerhard Schröder hat am Donnerstag bei einer Konferenz der UN-Organisation für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT) in der Türkei gesprochen. Dabei hat er auch den Krieg in der Ukraine erwähnt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

„Wir haben keine Sicherheitsstruktur geschaffen, die der veränderten Situation entspricht“, sagte Schröder mit Blick auf die Zeit nach dem Fall der Berliner Mauer 1989. „Der Krieg in der Ukraine ist eine Folge dieses politischen Versagens“, fügte er hinzu.

+++ Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine im Liveblog +++

Er bedauere die Folgen des Krieges, so der ehemalige SPD-Vorsitzende. Offenbar ging es ihm dabei aber vor allem um die Aufrüstung der europäischen Staaten, die eine Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine war. „Europa sollte sich nicht nur auf militärische Maßnahmen fokussieren, sondern auch die Wurzeln der Unsicherheit bekämpfen“, sagte Schröder.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Altkanzler Schröder: CDU-Politiker fordert Sanktionen

Der CDU-Politiker Michael Brand dringt auf Sanktionen gegen Altkanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Russland und Putin.

Als eine der „Wurzeln“ identifizierte der Altkanzler in seiner Rede den Klimawandel. „Veränderungen unseres Klimas stellen eine enorme Bedrohung dar, da die sozialen und ökologischen Auswirkungen, die sie haben, das Potenzial haben, die globale Stabilität zu stören.“

Schröder ist in Deutschland unter Druck geraten

Schröder sagte weiter, in den vergangenen Jahren seien sowohl von Seiten Russlands als auch von Seiten der westlichen Länder viele Fehler gemacht worden. Russlands Sicherheitsinteressen aber rechtfertigten nicht den Gebrauch militärischer Mittel, so Schröder. Der ehemalige Bundeskanzler sagte auch, jeder solle alles in seiner Kraft Stehende tun, um diesen furchtbaren Krieg zu beenden.

Schröder erwähnte in seinem Diskurs die Rolle des russischen Präsidenten Wladimir Putin beim Angriff auf die Ukraine mit keinem Wort. Der Altkanzler steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik – vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine nimmt der Druck auf ihn immer weiter zu.

Bereits Anfang März hatten die SPD-Spitze und auch Bundeskanzler Olaf Scholz den früheren Regierungschef dazu aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen niederzulegen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vor gut zwei Wochen war Schröder sogar nach Moskau gereist, um mit Kremlchef Putin zu sprechen. Details über das Treffen sind aber nicht bekannt geworden.

RND/sic/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen