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Georgia: Donald Trump gratuliert QAnon-Anhängerin zu Nominierung für Repräsentantenhaus
QAnon: Trump gratuliert Verschwörungsideologin zu Nominierung
- Die Republikaner haben im US-Bundesstaat Georgia eine Anhängerin der QAnon-Verschwörungserzählung für das Repräsentantenhaus nominiert.
- US-Präsident Donald Trump gratulierte der Frau am Mittwoch.
- Es ist nicht das erste Mal, dass Trump aktiv zur Verbreitung der gefährlichen Verschwörungserzählung beiträgt.
Washington. Eine Anhängerin der QAnon-Verschwörungserzählung hat gute Aussichten, in den US-Kongress einzuziehen. Marjorie Taylor Greene gewann am Dienstag das Rennen um die Nominierung der Republikanischen Partei in einem Wahlkreis für das Repräsentantenhaus im Bundesstaat Georgia. Der Wahlkreis gilt als fest in republikanischer Hand.
Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats gebe - einen “Tiefen Staat”, gegen den Trump kämpfe. Außerdem behaupten sie, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA sowie Eliten aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung auf der ganzen Welt ließen sich mit einem Mittel behandeln, das aus dem Blut entführter Kinder gewonnen würde. Greene hatte unter anderem erst vergangene Woche den Finanzier George Soros als “Feind des Volkes” bezeichnet. In den USA wurden bereits mehrere Morde und andere Straftaten von QAnon-Anhängern begangen.
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Zur vollständigen AnsichtTrump gratulierte Greene am Mittwoch als "künftigem Star der Republikanischen Partei". Sie sei stark in allem und gebe nie auf - "eine echte Gewinnerin". Trump hatte wiederholt Beiträge von QAnon-Anhängern retweetet.
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Ein Einzug Greenes ins Repräsentantenhaus könnte die Republikanische Partei zwingen, eindeutiger Stellung zu QAnon zu beziehen. Die Partei ist gespalten. So schrieb der republikanische Abgeordnete Adam Kinzinger am Mittwoch nach Greenes Erfolg bei Twitter: "QAnon ist ein Gespinst." Im Kongress sei kein Platz für diese Verschwörungstheorien.
In den vergangenen Wochen ging Twitter in großem Stil gegen QAnon vor. Mehr als 7000 QAnon-Unterstützern zugerechnete Accounts wurden dauerhaft gesperrt, die Verbreitung der Inhalte von rund 150.000 weiteren Profilen wurde eingeschränkt. Ihr Verhalten könne Schaden im realen Leben anrichten, erklärte Twitter zur Begründung. Auch in Deutschland hat die Verschwörungserzählung vor allem seit dem Beginn der Corona-Pandemie zahlreiche neue Anhänger gefunden.
RND/dpa