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Erster Todestag: Minneapolis gedenkt George Floyd

  • Vor genau einem Jahr erstickte der Schwarze George Floyd unter dem Knie eines weißen Polizisten.
  • Die Menschen in Minneapolis haben Floyd mit einer Schweigeminute aber auch Tanz und Gesang gedacht.
  • In Washington setzten sich Floyds Verwandte weiter für eine Polizeireform im Kampf gegen Rassismus in Amerika ein.
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Minneapolis. Mit einer Schweigeminute hat die Stadt Minneapolis am Dienstag an den Schwarzen George Floyd erinnert, der vor genau einem Jahr unter dem Knie eines weißen Polizisten erstickte. An einer Zeremonie in einem Park in der Innenstadt nahmen Bürgermeister Jacob Frey, Floyds Schwester Bridgett, Bürger und Aktivisten teil.

Andere Verwandte Floyds drangen unterdessen in Washington auf eine Polizeireform im Kampf gegen Rassismus in Amerika.

„Wir müssen zusammenarbeiten um sicherzustellen, dass Menschen in Amerika nicht länger in Angst leben“, sagte sein Bruder Philonese Floyd in Washington. US-Präsident Joe Biden hatte verlangt, dass eine Gesetzesvorlage am Jahrestag von Floyds Tod auf seinem Tisch liegen müsse.

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Aktivistin über George-Floyd-Prozess: „Es wird auch hier wieder Proteste geben“
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Der George-Floyd-Prozess ist gestartet. Siraad Wiedenroth von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) hofft auf eine faire Verhandlung.  © RND

Demokraten und Republikaner rangen jedoch noch um Einzelheiten des Vorhabens. Ziel war ein Kompromiss, der auch im Senat eine Mehrheit finden kann.

„Genug ist genug“

„Heute ist der Tag, an dem er die Welt in Wut versetzte“, erklärte Philonese Floyd. Er äußerte sich gemeinsam mit anderen Verwandten vor Reportern am Kapitol neben der demokratischen Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und weiteren Abgeordneten.

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„Und die Menschen haben bemerkt, was in Amerika vor sich geht, und wir alle sagten „Genug ist genug“.“ Pelosi erklärte, das Gesetz müsse rasch verabschiedet werden, damit die Familie Trost finde. Das Weiße Haus wollte sich nicht dazu äußern, wann es mit der Fertigstellung des Entwurfs rechnet.

Die Familie Floyd wollte am Dienstag Präsident Biden im Weißen Haus und wichtige Senatoren treffen. Der Anwalt der Familie Floyd, Ben Crump, forderte den Präsidenten auf, sich noch einmal für das Gesetz einzusetzen.

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Floyd starb am 25. Mai 2020

Der Schwarze Floyd starb am 25. Mai 2020, nachdem der damalige Polizist Derek Chauvin neuneinhalb Minuten auf seinem Hals gekniet hatte. Chauvin, der weiß ist, wurde wegen der Tötung im vergangenen Monat schuldig gesprochen. Das Strafmaß für ihn wird am 25. Juni verkündet. Drei weitere beteiligte Beamte warten noch auf ihren Prozess.

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Ex-Polizist im Prozess um George Floyd schuldig gesprochen
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Der angeklagte Ex-Polizist Derek Chauvin wurde im Fall des getöteten Afroamerikaners George Floyd von den Geschworenen in allen Punkten schuldig gesprochen.  © Reuters

Das demokratisch dominierte Repräsentantenhaus verabschiedete im März ein Gesetz, das die Strafverfolgung von einzelnen Polizeibeamten erleichtern würde. Es enthielt auch ein Verbot des Einsatzes von Würgegriffen sowie die Schaffung einer nationalen Datenbank, die disziplinarische Verfehlungen von Beamten auflisten soll.

Der Entwurf blieb im Senat hängen, wo das demokratische Lager die Unterstützung von mindestens zehn Republikanern benötigt. Die Republikaner fordern jedoch moderate Veränderungen an den bestehenden Gesetzen.

„Trauer in Tanz umwandeln“

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In Minneapolis sollte unterdessen in Gedenken an George Floyd auch gefeiert werden. Die Kreuzung, an der er vor einem Jahr starb, wurde in ein Festivalgelände verwandelt. Am Jahrestag seines Todes sollte dort an ihn erinnert werden, mit viel Musik, Essen und Angeboten für Kinder.

„Wir werden Trauer in Tanz umwandeln“, erklärte der Rapper Nur-D bei Twitter. „Wir werden 365 Tage der Stärke im Angesicht der Ungerechtigkeit feiern.“

Der Ort von Floyds Tod, die Ecke 38th Street und Chicago Avenue in Minneapolis, wurde kurze Zeit später von Aktivisten übernommen und ist noch immer für den Verkehr gesperrt. Die Feierlichkeiten mit dem Titel „Rise and Remember George Floyd“ bilden den Höhepunkt einer Serie von Veranstaltungen, darunter Gedenkmärsche, Demonstrationen und Diskussionsrunden zum Thema Rassismus in den USA.

RND/AP

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