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100 US-Dollar pro Spritze: Biden will Amerikaner für Impfung bezahlen

Joe Biden hat ein Problem: Die Impfkampagne stockt. Der US-Präsident will mit Geldanreizen zur Spritze motivieren. Auf ungeimpfte Regierungsmitarbeiter kommen zudem härtere Regeln zu.

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Washington. Um die Impfquote in den USA anzuheben, fordert Präsident Joe Biden eine Belohnung von 100 US-Dollar (85 Euro) für jede neu geimpfte Person. Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen sollten dafür übrige Mittel aus dem Konjunkturpaket vom März verwenden, erklärte das US-Finanzministerium am Donnerstag. Dies solle „ein extra Anreiz sein, um die Impfquote zu erhöhen, unsere Gemeinschaften zu schützen und Leben zu retten“, hieß es.

Das Ministerium steht demnach bereit, die örtlichen Regierungen bei der Umsetzung zu unterstützen. In dem Konjunkturpaket waren 350 Milliarden US-Dollar Hilfen für Bundesstaaten, Bezirke und Kommunen vorgesehen, die oftmals noch nicht völlig abgerufen oder verplant sind. Viele Bundesstaaten und Kommunen haben aber bereits zahlreiche Anreize ausgelobt, um die Impfquote zu erhöhen, darunter auch Millionengewinne, Anleihen oder eine Belohnung für alle Geimpften.

Härtere Regeln für ungeimpfte Regierungsmitarbeiter

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Biden hat zudem die Einführung neuer Regeln angekündigt, mit denen Millionen Angestellte der Regierung zu einer Impfung gegen das Coronavirus bewegt werden sollen. Mitarbeiter, die keinen Impfnachweis vorlegen können, sollen künftig stets eine Maske tragen müssen und ein bis zwei Mal pro Woche auf eine mögliche Corona-Infektion getestet werden, wie das Weiße Haus am Donnerstag mitteilte. Zudem sollen sie in Bezug auf Dienstreisen Beschränkungen unterliegen.

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Die Regelung für die mehr als zwei Millionen zivilen Angestellten der Regierung gilt demnach auch für Mitarbeiter von Vertragspartnern, die in Einrichtungen der Regierung arbeiten. Zudem weise der Präsident das Verteidigungsministerium an, zu prüfen, ab wann die Streitkräfte eine Corona-Impfpflicht verhängen können.

Mehrere Unternehmen, darunter zuletzt auch Google und Facebook, haben für ihre Mitarbeiter bereits eine Impfpflicht angekündigt. Der Demokrat Biden hat sich gegen eine landesweite Impfpflicht ausgesprochen. Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen jedoch auf der Stelle – und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen.

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Wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus ist zuletzt auch die Zahl der Neuinfektionen im Schnitt wieder auf gut 60.000 angestiegen. In den USA sind bislang 49 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft.

RND/dpa/ka

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