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  • Gegen Schwesigs harten Lockdown: Rostocks OB Madsen will gegen pauschales „Dichtmachen“ kämpfen

Rostocks OB Madsen will gegen pauschales „Dichtmachen“ kämpfen

  • Ein Pilotprojekt mit schrittweisen Lockerungen brachte Rostock bundesweite Aufmerksamkeit.
  • Doch nun schnellen die Corona-Infektionszahlen auch dort wie in ganz Mecklenburg-Vorpommern in die Höhe.
  • Einen strengen Lockdown will Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen trotzdem verhindern.
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Berlin. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) hat sich gegen generelle Schließungen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. Über einen entsprechenden Plan berichtet die „Ostsee-Zeitung“.

Damit stellt sich Madsen gegen das Vorhaben von Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, die das Land ab Montag in einen neuen scharfen Lockdown führen will. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern sprunghaft angestiegen.

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Madsen stemmt sich dem Bericht zufolge gegen ein pauschales „Dichtmachen“. Mittlerweile seien Kenntnisse in der Kontaktnachverfolgung und bei Ansteckungsquellen erlangt worden. Der Oberbürgermeister lehnt es außerdem ab, nur die Inzidenz zu betrachten. Doch nächtliche Ausgangsbeschränkungen seien ein Mittel, um private Kontakte herunterzufahren.

Madsen kann sich Schulunterricht im Freien vorstellen

Der Oberbürgermeister verweist darauf, dass es besonders in Innenräumen zu Ansteckungen komme. Deshalb sollen unter anderem Freizeitaktivitäten an der frischen Luft weiterhin möglich sein. Auch Schulunterricht im Freien kann sich der Oberbürgermeister vorstellen. Schulschließungen wolle er zunächst auf maximal 14 Tage beschränken. Mit Blick auf den Handel verweist er auf Konzepte wie Click & Meet.

Rostocks Pilotprojekt mit schrittweisen Lockerung von Kontaktbeschränkungen hatte der Stadt bundesweit Aufmerksamkeit gebracht. Zuletzt waren die Infektionszahlen jedoch wieder gestiegen. Die Stadt meldete am Donnerstag eine Sieben-Tages-Inzidenz von 135,3. Die Bundesregierung hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, dass ab einer Inzidenz von 100 eine Notbremse greifen soll. Dafür plant sie eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

RND/af

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