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„Gedruckte Freiheit“: AfD will Bargeld im Grundgesetz schützen

  • Bargeldverkehr soll eingeschränkt werden, findet die Europäische Zentralbank.
  • Das kommt für die AfD nicht infrage. Die Partei will das Zahlungsmittel im Grundgesetz schützen lassen
  • Damit soll der Bürger vor finanzieller Überwachung geschützt werden.
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Berlin. Die AfD im Bundestag will Bargeld als Zahlungsmittel im Grundgesetz schützen lassen. „Bargeld ist in unserem Sinn gedruckte Freiheit“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann am Dienstag in Berlin. Es schütze die Bürger vor finanzieller Überwachung und vor Enteignung durch Negativzinsen.

Zwar sei festgelegt, dass Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel sei, sagte AfD-Finanzpolitiker Peter Boehringer. Die einfache gesetzliche Regelung reiche aber nicht mehr. Daher solle der Schutz des Bargeldes in Artikel 14 des Grundgesetzes verankert werden. Dass Bargeld zur Wäsche illegal erworbenen Vermögens genutzt werde, stimmt aus Sicht von Boehringer nicht. „Die großen Geldwäscheaktionen finden nicht über Bargeld statt“, sagte er.

Bargeld: Das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen

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Nach wie vor hängen die Bundesbürger an Scheinen und Münzen. Von jährlich rund 20 Milliarden Transaktionen im Einzelhandel erfolgen die meisten mit Cash. Drei von vier Zahlungen an der Ladenkasse werden laut Bundesbank bar abgewickelt. Vor allem bei kleinen Beträgen greifen die Menschen zu Scheinen und Münzen. Allerdings nehmen gerade bei höheren Beträgen Zahlungen per Karte zu.

Verschiedene Akteure, voran die Europäische Zentralbank (EZB), wollten aber den Bargeldverkehr immer mehr einschränken. „Und die Bundesregierung nimmt das hin“, kritisierte Baumann.

RND/dpa