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Gazakonflikt: US-Präsident Biden spricht mit Netanjahu und Abbas

  • Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat mit US-Präsident Joe Biden über die Situation im Nahen Osten gesprochen.
  • Es war das zweite offizielle Gespräch seit Beginn des Konflikts.
  • Biden telefonierte außerdem auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas.
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Tel Aviv. Angesichts der Gewalt im Nahen Osten hat US-Präsident Joe Biden mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas telefoniert. Das Weiße Haus teilte zu dem Gespräch mit Netanjahu mit: „Der Präsident bekräftigte seine nachdrückliche Unterstützung für das Recht Israels, sich gegen die Raketenangriffe der Hamas und anderer terroristischer Gruppen im Gazastreifen zu verteidigen.“

Biden habe seine Besorgnis über die Sicherheit von Journalisten zum Ausdruck gebracht und die Notwendigkeit betont, deren Schutz zu gewährleisten. Es war Bidens zweites Gespräch mit Netanjahu seit Mittwoch.

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Nahostkonflikt: Kein Anzeichen für Ende der Gewalt
1:47 min
Im Konflikt zwischen Israel und Palästinensern gibt es kein Anzeichen für ein Ende der Gewalt.  © Reuters
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Das Telefonat mit Abbas war das erste seit Bidens Amtsübernahme am 20. Januar. Dazu teilte das Weiße Haus mit, Biden habe Abbas über das diplomatische Engagement der USA im laufenden Konflikt informiert. Biden habe zudem betont, die Hamas müsse den Raketenbeschuss auf Israel einstellen.

Engagement für Zwei-Staaten-Lösung

Biden und Abbas hätten ihre Sorge über den Tod unschuldiger Zivilisten zum Ausdruck gebracht. Der US-Präsident habe sein Engagement für eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung betont. Das sei der beste Weg zu einer gerechten und dauerhaften Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts.

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Netanjahu teilte auf Twitter zu dem Gespräch mit Biden mit, er habe den US-Präsidenten über Entwicklungen und Maßnahmen informiert, die Israel ergriffen habe und noch ergreifen wolle. Er dankte Biden zudem für die „bedingungslose Unterstützung“ der USA, wenn es um Israels Recht auf Selbstverteidigung gehe.

Zuvor hatte Israels Luftwaffe am Samstag ein Hochhaus im Gazastreifen zerstört, in dem unter anderem das amerikanische Medienunternehmen Associated Press (AP) Büros hatte. Berichten zufolge wurden die Bewohner zuvor telefonisch aufgefordert, das Gebäude zu verlassen.

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„Menschliche Schutzschilde“

Die Nachrichtenagentur AP reagierte entsetzt. „Das ist eine unglaublich beunruhigende Entwicklung“, teilte AP-Präsident Gary Pruitt am Samstag in New York mit. „Wir sind nur knapp einem schrecklichen Verlust von Menschenleben entgangen.“ Ein Dutzend AP-Journalisten und freie Mitarbeiter seien rechtzeitig in Sicherheit gebracht worden.

Die israelische Armee teilte bei Twitter mit, Kampfjets hätten ein Hochhaus angegriffen, in dem der Militärgeheimdienst der islamistischen Hamas über „militärische Ressourcen“ verfügt habe. „In dem Gebäude liegen Büros ziviler Medien, hinter denen die Terrororganisation Hamas sich versteckt und die es als menschliche Schutzschilde missbraucht.“

Militante Palästinenser hatten zuvor die Küstenmetropole drei Mal mit Raketen angegriffen. Dabei wurde in dem Tel Aviver Vorort ein Mensch getötet, es gab beträchtlichen Sachschaden.

RND/dpa

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