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Gauland empfiehlt AfD Ramelow-Wahl – das sagt der Linken-Politiker

  • Um Bodo Ramelow als Ministerpräsidenten in Thüringen zu verhindern, empfiehlt AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland seinen Parteikollegen vor Ort eine neue Strategie.
  • Sie sollten für den Linken-Politiker stimmen, weil er dann ja das Amt nicht annehmen dürfe, schließt er aus dem Wahleklat der vergangenen Tage.
  • Ramelow selbst attackiert die Partei nun scharf – und nennt sie Demokratieverächter.
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Erfurt. Thüringens Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) hat die AfD für ihre Empfehlung, ihn bei einer erneuten Ministerpräsidentenkandidatur zu wählen, scharf attackiert. „So agieren Demokratieverächter“, schrieb Ramelow im Kurznachrichtendienst Twitter.

Er reagierte damit auf einen Vorstoß von AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland. Dieser hatte der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gesagt: „Die kopflose Reaktion von CDU und FDP bringt mich zu der Empfehlung an die thüringischen Freunde, das nächste Mal Herrn Ramelow zu wählen, um ihn sicher zu verhindern – denn er dürfte das Amt dann auch nicht annehmen.“

Ramelow erklärte weiter: „Mit dieser Ankündigung der AfD wird deutlich, dass es Herrn (Björn) Höcke, den man – gerichtlich bestätigt – einen Faschisten nennen kann, überhaupt nicht um die Demokratie geht.“

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Nach dem Rücktritt des mit Stimmen von AfD und CDU gewählten Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich (FDP) am Samstag sieht die Thüringer Linke den Weg für einen Neustart mit Ramelow frei, um die Thüringen-Krise zu beenden. Linke-Chefin Susanne Hennig-Wellsow verlangte von der CDU jedoch ein Bekenntnis für die Wahl Ramelows.

„Wir müssen dokumentieren, dass er von Demokraten gewählt wurde.“ Es dürfe bei der Wahl des 63-Jährigen zum neuen Regierungschef nicht auf die Stimmen der AfD ankommen, sagte sie der dpa in Erfurt. „Wir werden Ramelow nur in die Wahl schicken, wenn wir eine demokratische Mehrheit für ihn haben“, machte Hennig-Wellsow deutlich. Sie ist auch Linke-Fraktionsvorsitzende.

Auch die SPD-Politikerin Klara Geywitz meldete sich bei Twitter zu den Äußerungen Gaulands. Sie spricht von „Taschenspielertricks“.

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Der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat sieht bei der AfD „pure Demokratieverachtung“.

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Die SPD-Landtagsabgeordnete aus Baden-Württemberg Sabine Wölfle stellt bei Twitter klar:

RND/dpa

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