Putin lenkt ein: Anordnung an Gazprom lässt europäische Gaspreise fallen

  • Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Gaslieferanten Gazprom dazu aufgefordert, Speichereinrichtungen in Deutschland und Österreich zu befüllen.
  • Los gehen soll es dann, wenn alle Gasspeicher in Russland voll befüllt sind.
  • Putins Ankündigung sorgte prompt für fallende Gaspreise.
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Moskau. Die Gaspreise in Europa sind am Donnerstag nach einer Anordnung für erhöhte Gaslieferungen aus Russland gesunken. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Staatskonzern Gazprom angewiesen, mehr Gas in die Speichereinrichtungen des Konzerns in Deutschland und Österreich zu pumpen, wenn die Gasspeicher in Russland zum 8. November befüllt sind.

Die Gaspreise waren in den vergangenen Wochen angesichts einer von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Pandemie getriebenen starken Nachfrage in Asien und leeren Energiespeichern in Europa durch einen kalten Winter in die Höhe geschossen.

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40 Prozent des Gasbedarfs der EU durch Russland gedeckt

Während eines Telefonats am Mittwochabend forderte Putin Gazprom-Chef Alexej Miller auf, nach dem 8. November mit dem Befüllen der unternehmenseigenen Speicher in Österreich und Deutschland zu beginnen. Die Anweisung wirkte sich sofort auf die Gaspreise in Europa aus.

„Dies wird es ermöglichen, unsere vertraglichen Verpflichtungen auf eine zuverlässige, beständige und konsistente Weise zu erfüllen und unsere europäischen Partner im Herbst und Winter mit Gas zu versorgen“, sagte Putin. Die Folge sei eine bessere Situation auf dem europäischen Energiemarkt im Allgemeinen. Die EU importiert mehr als 40 Prozent ihres Gasbedarfs aus Russland.

Gazprom ist zwar seinen Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen nachgekommen, hat jedoch bislang kein zusätzliches Gas an die EU verkauft. Einige europäische Politiker warfen Russland daraufhin vor, absichtlich Gas zurückzuhalten, um Druck mit Blick auf Genehmigungen für das kürzlich fertiggestellte Erdgaspipeline-Projekt Nord Stream 2 auszuüben.

RND/AP

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