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Nord Stream 2: Maas und Lawrow verurteilen US-Drohungen

  • Die Gaspipeline Nord Stream 2 ist US-Präsident Donald Trump seit Jahren ein Dorn im Auge.
  • Die USA drohen deswegen mit neuen Sanktionen - zuletzt etwa mit Einreisesperren für die Betreiber des Fährhafen Sassnitz auf Rügen.
  • Außenminister Heiko Maas und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow verurteilen gemeinsam die Drohungen.
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Berlin. Bundesaußenminister Heiko Maas und sein russischer Kollege Sergej Lawrow haben die Sanktionsdrohungen der USA gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 gemeinsam verurteilt. Beide zeigten sich am Dienstag nach einem Treffen in Moskau entschlossen, das Milliardenprojekt nicht von den Amerikanern stoppen zu lassen.

“Kein Staat hat das Recht, Europas Energiepolitik mit Drohungen zu diktieren, und das wird auch nicht gelingen”, sagte Maas. Sanktionen zwischen Partnern seien “definitiv der falsche Weg”.

Lawrow betonte, Russland habe stets klargemacht, dass die Sanktionen ein Verstoß gegen internationales Recht seien. Trotzdem gebe es Grund zur Annahme, dass die Pipeline von den Partnern in Kürze fertiggebaut werde.

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Nord Stream 2: USA verhängen Sanktionen
1:22 min
Bis zuletzt wollte Deutschland Strafmaßnahmen der USA wegen Nord Stream 2 abwehren - ohne Erfolg. US-Präsident Trump hat das Sanktionsgesetz nun unterschrieben.  © dpa

“Wir sehen gut, wie Washington in der internationalen Arena agiert, vor keinen Methoden zurückschreckt”, sagte der russische Minister. Es sei am Ende Sache der Europäer, ob sie sich entscheiden wollten, die Fragen ihrer Sicherheit – auch in Energiefragen – den USA zu überlassen.

US-Senatoren drohten mit Einreisesperren

Maas hatte sich bereits am Sonntag in einem Telefonat mit bei seinem US-Amtskollegen Mike Pompeo über die jüngste Sanktionsdrohung wegen der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 beschwert. Er habe sein “Befremden” über den Brief dreier Senatoren an den Fährhafen Sassnitz auf Rügen zum Ausdruck gebracht, sagte Maas am Montag.

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Darin hatten die Mitglieder der Republikanischen Partei von US-Präsident Donald Trump den Betreibern und Aktionären des Hafens mit Einreisesperre in die USA und Einfrieren von Eigentum in den Vereinigten Staaten gedroht.

Das hatte in Deutschland parteiübergreifend für Empörung gesorgt und den Ruf nach Gegenmaßnahmen lauter werden lassen.

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Nord Stream 2 seit Jahren Kritikpunkt für Trump

Trump kritisiert die Pipeline zwischen Russland und Deutschland seit Jahren – Deutschland lasse sich militärisch vor Russland schützen, verschaffe Moskau aber gleichzeitig hohe Einnahmen aus Gasexporten.

Kritiker werfen Trump dagegen vor, die Pipeline nur verhindern zu wollen, um mehr amerikanisches Flüssiggas in Europa verkaufen zu können.

RND/dpa

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