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Entwicklungsministerin Schulze: EU-Einstufung für Atomkraft „falsch“ und „absurd“

  • Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter Auflagen als klimafreundlich einstufen.
  • Aus Deutschland kommt viel Kritik an diesem Vorhaben.
  • Nun hat sich auch Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze gegen die Pläne gewandt.
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Berlin. Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hat sich gegen den Vorschlag der EU-Kommission gewandt, Atomenergie unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einzustufen.

„Atomkraft als nachhaltig einzustufen, ist schon in der EU falsch - im Weltmaßstab ist es absurd“, sagte die SPD-Politikerin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. „Atomkraft ist zu riskant, zu teuer und zu langsam, um der Welt beim Klimaschutz zu helfen. Sie wird daher niemals mehr als die heute rund fünf Prozent am weltweiten Energiemix stellen.“

Für Entwicklungsländer sei die Kernenergie „aus guten Gründen keine Option“. Wind- und Solaranlagen seien sowohl in Deutschland als auch in Afrika und anderen Teilen der Welt die deutlich bessere Alternative, meinte Schulze. In Gebieten ohne Netzanschluss könnten Menschen so dezentral mit Energie versorgt werden.

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Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter Auflagen als klimafreundlich einstufen. Das geht aus dem Entwurf für einen Rechtsakt der Brüsseler Behörde hervor, der am Neujahrstag öffentlich wurde.

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EU-Kommission will Atomkraft und Erdgas als grüne Technologien einstufen
1:30 min
Die EU-Kommission will Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einstufen.  © dpa
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Konkret sieht der Vorschlag vor, dass vor allem in Frankreich geplante Investitionen in neue Akw als grün klassifiziert werden können, wenn die Anlagen neuesten Technik-Standards entsprechen und ein konkreter Plan für eine Entsorgungsanlage für hoch radioaktive Abfälle spätestens 2050 vorgelegt wird.

RND/dpa

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