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Darf „nicht vergessen werden“

Welternährungsprogramm-Direktor: Hungerkrise muss bei G7-Gipfel Chefsache werden

Eine somalische Frau, die aus den von der Dürre betroffenen Gebieten geflohen ist, gibt ihrem Kind Wasser aus einem Plastikbehälter in einem Lager für Vertriebene am Stadtrand von Mogadischu. Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms sagt: „Die Hungerkrise muss Chefsache sein, beim G7-Gipfel und in den Regierungen“.

Berlin. Der Direktor des UN-Welternährungsprogramms in Deutschland, Martin Frick, hat gefordert, die durch den Ukraine-Krieg verschärfte Hungerkrise zu einem der zentralen Themen des G7-Gipfels zu machen. „Die Hungerkrise muss Chefsache sein, beim G7-Gipfel und in den Regierungen“, sagte Frick dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Wichtig wäre, wenn sich die G7-Länder auf ein gemeinsames Engagement für humanitäre Soforthilfe verpflichteten.“

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Die Krise müsse solidarisch gelöst werden. „Die Entwicklungsländer vor allem im südlichen Afrika müssen ein Zeichen bekommen, dass sie nicht vergessen werden – schon allein, um sie resilienter gegen Desinformationen zu machen. Und es muss ein gemeinsames Verständnis geben, dass diese Krise nicht mehr mit Heftpflastern zu lösen ist, sondern dass man das System verändern muss.“ Dazu müsse unter anderem die Abhängigkeit von Weizen, Mais und Reis verringert werden.

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Welternährungsprogramm braucht 21,5 Milliarden Dollar

Allein das Welternährungsprogramm brauche in diesem Jahr 21,5 Milliarden Dollar. „Aber vermutlich werden wir bestenfalls die Hälfte davon bekommen“, sagte Frick. Es wäre daher gut, wenn die G7-Staaten ihre humanitäre Hilfe erhöhen würden. „Hunger kann Länder destabilisieren und ist damit eine zentrale Frage von Frieden und Sicherheit“, sagte Frick.

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36 Länder verzeichneten eine Inflation von mehr als 25 Prozent bei den Lebensmittelpreisen. „Das ist natürlich eine Zeitbombe“, sagte Frick.

Der G7-Gipfel beginnt unter Vorsitz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Sonntag im bayerischen Elmau.

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