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Kommentar

G7 gegen Putin: klare Signale statt Laberrunde

Die Teilnehmer des G7-Gipfels und die Gäste aus den Outreach-Staaten treffen sich in Elmau.

Es ist eine kluge Strategie des Bundeskanzlers, beim G7-Gipfel in Elmau auch die Staats- und Regierungschefs von fünf Demokratien zu empfangen, die sich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen nicht mit Russland überwerfen wollen. Europa ist für Indien, Senegal, Südafrika, Argentinien und Indonesien weit weg und damit auch Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine, durch den sie keine militärische Bedrohung fürchten müssen, sondern dies: Hunger, noch mehr Armut, Unruhen.

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So unbarmherzig das klingt: Wenn die Ukraine als Kornkammer für die Welt ausfällt, erschüttert das den Senegal mehr als die Bomben auf Kiew. Und es gibt keine so starken Bande zwischen Europa und Afrika, Asien und Südamerika, dass es schnell zu großer Solidarität bei Sanktionen gegen Moskau kommt. Europa ist schließlich als ein Wirtschaftsraum bekannt, der sich zuerst um seinen eigenen Profit kümmert.

Bundeskanzler Scholz: „Wir werden den Druck auf Putin weiter erhöhen“

Die führenden demokratischen Wirtschaftsmächte wollen den Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin wegen des Kriegs in der Ukraine weiter erhöhen.

Scholz‘ Idee von einer neuen Weltordnung

Aber auch wenn es in Elmau noch nicht zur großen Verbrüderung kommt – Scholz geht mit seiner Idee von einer neuen Weltordnung voran: Er will Demokratien zusammentrommeln gegen Russland – und auch gegen China. Peking wollen fast alle G7-Staaten mit einer Investitionsinitiative für ärmere Länder Konkurrenz machen.

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Der nächste große Test für den Westen ist der G20-Gipfel im November. Gastgeber Indonesien hat sowohl den ukrainischen Präsidenten Selenskyj als auch Putin eingeladen. Derzeit sieht das nach falscher Prioritätensetzung aus.

Schon der G20-Gipfel in Brisbane 2014 hatte sich die Zähne an Putin nach der Annexion der Krim ausgebissen. Er wird auch auf Bali kein Freund des Friedens werden. Aber der Westen auch kein Freund mehr von Putin. Das haben die G7 mit ihrer Ankündigung klargestellt, die Sanktionen gegen Moskau weiter zu verschärfen. Das braucht Selenskyj ebenso wie weitere Waffen. Mag auch dieser G7-Gipfel wieder teuer und nicht klimabewusst sein – eine Quatschbude ist er nicht.

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