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G7-Beschlüsse nur zum Teil erfüllt – schlechte Noten für Deutschland

Ein Jahr ist es her, dass sich die G7 in Kanada getroffen haben. Damals rang man sich gegenseitige Versprechen ab. Es ging unter anderem um Umwelt, Gesundheit, demokratischer Transparenz und Klimawandel. In der Erfüllung bleibt Deutschland seinen Partnern allerdings etwas schuldig.

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Biarritz. Deutschland hat schlechte Noten für die Erfüllung seiner Zusagen auf dem G7-Gipfel vor einem Jahr im kanadischen Charlevoix bekommen. Unter den Mitgliedern der Gruppe der sieben großen Industrieländer (G7) und der Europäischen Union kam Deutschland mit einer Quote von 75 Prozent nur auf Platz Sechs, wie die G7-Forschungsgruppe der Universität Toronto auf dem G7-Gipfel im französischen Biarritz mitteilte, an dessen Rande es wieder zu Demonstrationen mit Festnahmen kam.

Spitzenreiter war die EU mit 95 Prozent, gefolgt von Großbritannien (93 Prozent), Kanada (90 Prozent), Japan (84 Prozent) und Frankreich (83 Prozent). Deutschland lag auch deutlich unter dem Durchschnitt von 83 Prozent. Nur die USA (74 Prozent) und Schlusslicht Italien (70 Prozent) schlossen schlechter ab. Gemessen wurden 20 ausgesuchte Versprechen wie etwa zu Umwelt, Gesundheit, demokratischer Transparenz, Klimawandel, Gleichberechtigung, Energiesicherheit und Entwicklungsfinanzierung.

Trump sorgte nach letztem Gipfel für Eklat

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Deutschland schnitt unter anderem schlecht in der Durchsichtigkeit von Wahlkampffinanzierung und politischer Werbung, im Umgang mit sexueller Gewalt im digitalen Umfeld, der Aufmerksamkeit für psychische Gesundheit, der Bereitstellung von Erdbeobachtungstechnologie für arme Regionen und beim Kampf gegen Plastik und Müll in den Meeren ab, so der 678 Seiten lange Bericht.

Zwar hatte US-Präsident Donald Trump unmittelbar nach dem Gipfel in Charlevoix seine Zusage zu dem Kommuniqué widerrufen und damit einen Eklat ausgelöst, doch haben die USA dennoch einen Großteil der Verpflichtungen umgesetzt, berichteten die Forscher.

RND/dpa

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