Corona-Krise: Ex-Politiker rufen G20 zu Billionen-Hilfe auf

  • Hunderte Ex-Politiker und Forscher haben einen früheren Gipfel der G20-Staaten gefordert.
  • Sie sollen ärmeren Ländern in der Corona-Krise mit Billionen unter die Arme greifen.
  • Vielen Staaten drohe sonst eine tiefe Rezession.
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New York. Mehr als 200 Prominente aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft haben die G20-Staaten zu einer Dringlichkeitssitzung wegen der Coronavirus-Pandemie aufgefordert. Sie sollten Ländern mit geringer und mittlerer Wirtschaftsleistung mit 2,5 Billionen Dollar (2,25 Billionen Euro) unter die Arme greifen, damit diese die Pandemie und ihre Folgen bewältigen könnten, schrieben der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der Philanthrop George Soros, sieben Nobelpreisträger und mehr als 75 frühere Spitzenpolitiker, sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten.

Staaten mit geringer Wirtschaftsleistung droht tiefe Rezession

Mehr als 100 Staaten hätten wegen der Pandemie bereits den Internationalen Währungsfonds um Hilfe gebeten, hieß es in dem Schreiben. Mit weiteren Anträgen sei zu rechnen. In Staaten mit geringer und mittlerer Wirtschaftsleistung lebten etwa 70 Prozent der Weltbevölkerung. Ohne Hilfe der G20 werde sich dort die Rezession vertiefen, was die Ärmsten in diesen Ländern am heftigsten treffen werde.

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Die G20 erwirtschafteten 85 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und hätten die Möglichkeit, die notwendigen Mittel zu mobilisieren. “Wir drängen die Regierenden, dies umgehend zu tun”, hieß es in dem Appell, zu dessen Unterzeichnern die früheren britischen Premierminister Gordon Brown, Tony Blair und John Major, der frühere südafrikanische Präsident Frederik Willem de Klerk und Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer gehören.

RND/AP

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