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G20: Trump nennt Pariser Klimaschutzabkommen „sehr unfair“

  • Die USA sind aus dem Pariser Klimaschutzabkommen ausgetreten.
  • Beim G20-Gipfel sagte Trump, das Abkommen sei „sehr unfair und einseitig“.
  • Bundeskanzlerin Merkel ließ nach der Konferenz keinen Zweifel daran, dass sie anderer Meinung ist.
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Riad. Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat das internationale Abkommen gegen die Klimaerwärmung als „sehr unfair und einseitig“ bezeichnet. Das Ziel des Abkommens von Paris sei es gewesen, „die amerikanischen Wirtschaft zu töten“, sagte Trump in einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft beim G20-Gipfel.

Die USA seien unter seiner Führung aus dem Abkommen ausgetreten, um nicht „Millionen amerikanischer Jobs und Billionen Dollar“ an die „schlimmsten Umweltverschmutzer der Welt“ zu verlieren, sagte er.

Trump erklärte, seine Regierung habe auch ohne „einseitige internationale Abkommen“ viel getan, um die Umwelt zu schützen. Trumps Haltung stand in direktem Widerspruch zur Haltung aller übrigen führenden Wirtschaftsmächte des Gipfeltreffens, die das Pariser Abkommen unterzeichnet haben und für den Klimaschutz werben.

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Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel beteilige sich Deutschland an einer entsprechenden Initiative mit über einer halben Milliarde Euro.  © Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte nach dem Gipfel, um das Thema habe es bei dem Treffen keine Kontroverse gegeben. Mit Blick auf Trumps Äußerungen zum Klimaschutzabkommen sagte sie: «Man muss aber von unserer Warte aus schon sagen, dass wir das anders sehen.» Das Pariser Abkommen weise den unterschiedlichen Akteuren unterschiedliche Verantwortlichkeiten zu. Es gebe bei dem Thema eine Meinungsverschiedenheit, die jedoch nicht neu sei, erklärte sie.

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G20-Mitglieder repräsentieren zwei Drittel der Weltbevölkerung

Prognosen der US-Medien zufolge hat der Republikaner Trump die Präsidentenwahl vom 3. November verloren. Der demokratische Wahlsieger Joe Biden hat bereits erklärt, dass die USA unter seiner Führung dem Abkommen von Paris wieder beitreten würden. Biden soll am 20. Januar als neuer US-Präsident vereidigt werden.

Das vom Gastgeber Saudi-Arabien ausgerichtete G20-Gipfeltreffen fand wegen der Corona-Pandemie als Videoschalte statt. Gemeinsam repräsentieren die Mitglieder der G20 mehr als 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und zwei Drittel der Weltbevölkerung.

RND/dpa

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