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„Für mehr Demokratie“: Unternehmer spendet 100.000 Euro an Höcke-AfD

  • Im Dezember war bekannt geworden, dass die AfD über ein großes Loch in ihrer Parteikasse klagt.
  • Nun bekommt sie finanzielle Unterstützung von einem Berliner Unternehmer.
  • 100.000 Euro hat er gespendet – und zwar nicht an die Bundespartei, sondern dem Thüringer Landesverband von Björn Höcke.
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Berlin. Der Berliner Unternehmer Christian Krawinkel hat der AfD 100.000 Euro gespendet. Das geht aus einer Meldung hervor, die der Bundestag am Dienstag auf seiner Webseite veröffentlichte. Demnach ging die Spende am vergangenen Freitag ein.

Wie der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, spendet Krawinkel den Betrag direkt an den Landesverband der AfD in Thüringen, der von Björn Höcke geführt wird. Die Zeitung zitiert aus einem Schreiben des Unternehmers, wonach ihn „aktuelle politische Ereignisse in Thüringen“ dazu veranlasst hätten, der AfD das Geld zu geben – nach dem Motto „für mehr Demokratie in unserem Land“. Er verweise zudem in dem Schreiben darauf, dass er „parteipolitisch ungebunden“ sei und lediglich seine „Rechte als ‚Bürger unseres Vaterlandes‘“ wahrnehme.

Dem „Spiegel“ bestätigte Krawinkel, dass die Spende an Höckes Landesverband gerichtet sei, auch ein Sprecher des AfD-Bundesverbandes bestätigte dies dem Magazin. Der „Spiegel“ zitiert zudem ebenfalls aus dem Schreiben.

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Im Dezember bat die AfD Mitglieder um Spenden

Krawinkel war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil er nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der Erinnerungsstücke aus der Karriere von Boris Becker ersteigert hatte.

Die Thüringer AfD von Höcke hatte Aufsehen erregt, weil mit ihren Stimmen der FDP-Mann Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt worden war. Kemmerich ist inzwischen zurückgetreten aber noch geschäftsführend im Amt.

Die AfD hatte zuletzt mit mehreren Spendenaffären zu kämpfen. Im Dezember hatte sie ihre Parteimitglieder um Spenden gebeten, da in der Parteikasse ein Loch von einer Million Euro klaffe.

RND/das