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Funklöcher entlang 159 Kilometer Fernstraßen und 121 Kilometer Bahnlinien

  • Deutschland bleibt streckenweise ein Land der Funklöcher.
  • Auch Reisende auf Fernstraßen und mit der Bahn sind auf vielen Strecken nach wie vor betroffen.
  • Linksfraktions-Vorsitzender Dietmar Bartsch kritisiert: „Deutschland ist immer noch ein digitales Entwicklungsland“.
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Berlin. Deutschland bleibt streckenweise ein Land der Funklöcher – auch entlang wichtiger Straßen- und Bahnverbindungen. Auf 159 Kilometern Bundesstraße und 121 Kilometern Schienenwegen haben Reisende keinen Mobilfunkempfang. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrs­ministeriums auf eine Frage des Vorsitzenden der Bundestag-Linksfraktion, Dietmar Bartsch, hervor, die dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

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Maut-Ausschuss: Scheuer weist Vorwürfe von sich
1:11 min
Der Bundesverkehrs­minister hat vor dem parlamentarischen Gremium in Berlin alle Vorwürfe von sich gewiesen.  © Reuters

Die meisten Funkloch­kilometer befinden sich in Rheinland-Pfalz (45 Straßen­kilometer und 16 Schienen­kilometer) sowie in Bayern (40 Straßen­kilometer und 21 Schienen­kilometer). Der Osten ist entlang der großen Verbindungen vergleichsweise gut erschlossen (Brandenburg hat Funklöcher entlang von zehn Kilometern Straße und 13 Kilometern Schiene).

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„Deutschland ist immer noch ein digitales Entwicklungsland“, kritisiert Bartsch gegenüber dem RND. Die „miese Digitalbilanz“ sei vor allem eine CSU-Bilanz: „Zwölf Jahre waren CSU-Minister für die Digitalisierung zuständig. Zwölf Jahre wurde viel angekündigt, aber dann gekleckert statt geklotzt. Dass gerade in Bayern die Versorgung schlecht ist, spricht Bände.“ Bartsch forderte: „Wir müssen raus aus dem Funklochland. Es benachteiligt ländliche Regionen und gefährdet den Wirtschafts­standort Deutschland.“

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Die von Bundesverkehrs­minister Andreas Scheuer (CSU) neu gegründete Mobilfunk­infrastruktur­gesellschaft (MIG) soll sich um eine flächendeckende Mobilfunk­versorgung in Deutschland kümmern. Sie wird von der Opposition als „Funklochamt“ verspottet. Auf Anfrage der Grünen-Bundestags­fraktion räumte das Ministerium kürzlich ein, dass von den 97,5 genehmigten Stellen erst zwei besetzt werden konnten – die der beiden Geschäftsführer.

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