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Fünf Tage nach der MPK: Auch Mecklenburg-Vorpommern bleibt bei Öffnungen

  • Die Zahlen steigen, doch an den bisherigen Öffnungen will die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern nicht zurücknehmen.
  • Stattdessen will die Landesregierung nach zweitätigen Beratungen die Testpflicht massiv ausweiten.
  • In einigen Kreisen gilt künftig eine Ausgangssperre.
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Schwerin. Mit einer massiven Ausweitung der Testpflicht will Mecklenburg-Vorpommern versuchen, trotz steigender Corona-Infektionszahlen die bisherigen Öffnungsschritte zu halten. Vom kommenden Mittwoch an soll zum Beispiel der Friseurbesuch nur noch mit einem negativen Corona-Schnelltest möglich sein. Von Dienstag nach Ostern (6. April) an muss dann auch beim Shoppen ein Negativ-Test vorgezeigt werden, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Samstag nach dem MV-Gipfel sagte.

Bei der zweitägigen Videokonferenz hat die Landesregierung gemeinsam mit Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften, Kommunen und Verbänden über einen Weg für das Land durch die dritte Corona-Welle beraten.

Schließungen bei Inzidenzen von über 150

Weitergehende Öffnungsschritte seien nicht möglich, stellte Schwesig mit Blick auf die äußerst dynamische Corona-Entwicklung klar. In den letzten sieben Tagen sei der landesweite Inzidenzwert von 69 auf 103 gestiegen, sagte sie. Vier Landkreise liegen über 100: Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald. Dort gilt künftig eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 Uhr bis 6.00 Uhr, wenn die Inzidenz nach Einschätzung der örtlichen Behörden auf ein diffuses Infektionsgeschehen zurückzuführen ist.

In Regionen im Bundesland mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 150 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner sollen zusätzliche Einschränkungen gelten. Dazu zählen etwa Schließungen von Zoos, Tierparks, Museen und Fahrschulen.

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Impftermine bald online

Mit der Testpflicht beim Shoppen hofft die Landesregierung, die bisher erfolgten Öffnungen trotz aktuell steigender Infektionszahlen halten zu können. Dazu soll das Netz an Stellen für die kostenlosen „Bürgertests“, die jedem Einwohner einmal pro Woche zustehen, weiter ausgebaut werden.

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Bisher gibt es nach Worten von Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) rund 140 Teststellen, darunter 106 Apotheken. Nächste Woche will das Land weitere zwei Millionen Schnelltests bestellen. Außerdem werde daran gearbeitet, dass negative Testergebnisse am Arbeitsplatz auch für das Shopping oder den Friseurbesuch genutzt werden können.

Glawe kündigte außerdem an, dass Impftermine nach Ostern auch online vergeben werden können. Bisher war das nur per Telefon möglich.

RND/dpa/sag

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