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Fünf Jahre nach Anschlag auf „Charlie Hebdo“: Ein bitterer Jahrestag

Stilles Gedenken der Opfer des Terroranschlags gegen die französische Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. (Archivfoto)

Paris. Der brutale Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ vor genau fünf Jahren sorgte für Entsetzen in Frankreich und darüber hinaus, als man noch gar nicht wusste, dass dies erst der Anfang sein sollte. Es war der Beginn einer brutalen Terrorserie, bei der junge Männer, getrieben von Hass und Zerstörungswillen und angeblich im Namen einer Religion und eines Propheten, blindwütig töteten.

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Es traf mehrere europäische Städte von Paris über Brüssel bis Berlin. Frankreich hat dabei die größte Opferzahl zu beklagen. Die aufeinanderfolgenden Anschläge auf „Charlie Hebdo“, Polizisten und einen jüdischen Supermarkt in Paris sowie die Attentatsserie am 13. November 2015 in der französischen Hauptstadt erschütterten tief, denn im Visier befanden sich die Meinungs- und Pressefreiheit, die jüdische Gemeinschaft und schließlich all jene, die sich an einem Freitagabend in einem Konzertsaal oder auf den Terrassen von Bars und Cafés befanden. Im Visier war damit eine freie, unbeschwerte und tolerante Lebensart.

Die französische Metropole, so hieß es nach dem Jahr 2015, werde nie wieder sein wie zuvor.

Trotz Angst und Trauma – „Charlie Hebdo“ lebt

Vor fünf Jahren sorgte der Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ für einen weltweiten Schock.

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Fünf Jahre später lässt sich dies im Alltag nur noch subtil erkennen. Die Menschen haben sich an höhere Sicherheitsanforderungen gewöhnt, an verschärfte Kontrollen vor Einkaufszentren, Geschäften, Museen. Die Zahl der schwer bewaffneten Soldaten, die in Frankreich schon zuvor in den Straßen patrouillierten, erhöhte sich noch.

Fast ohne Widerstand nahm die Bevölkerung auch die Verschärfung der Sicherheitsgesetze erst unter Präsident François Hollande, dann unter seinem Nachfolger Emmanuel Macron in Kauf, der Maßnahmen aus dem Ausnahmezustand dauerhaft übernehmen ließ. Immer mehr Möglichkeiten für den Staat, Verdächtige abzuhören oder öffentliche Versammlungen zu verbieten, nahm man in Kauf für das Gefühl größtmöglicher Sicherheit.

Die Gefahr ist allerdings keineswegs gebannt. Gerade auch Frankreich befürchtet die Rückkehr ehemaliger Mitglieder des sogenannten „Islamischen Staates“ und deren Familien. Auch bleibt die Zahl der radikalisierten jungen Männer und Frauen hoch, die meist in Perspektivlosigkeit lebend einen unkontrollierbaren Hass auf ihr Land entwickeln. Dass die Behörden wie auch die Gesellschaft wachsam bleiben müssen, daran erinnern bittere Jahrestage wie der heutige eindringlich.

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