Fünf gute Nachrichten zur US-Kongresswahl

Die Midterm-Elections 2018 bringen eine Wahlniederlage für die Republikaner und damit auch für US-Präsident Donald Trump. Der jubelt trotzdem, die Demokraten feiern ihren Erfolg. In den Ergebnissen stecken allerdings auch viele kleine „Good News“.

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Washington. Vor etwa zwei Jahren sorgte die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten für Furore. Seither sorgt Trump mit Aussagen, Ausbrüchen und Aktionen immer wieder für negative Schlagzeilen. Die Midterm-Elections 2018 sollen diesen Trend nun brechen – denn die Wahlergebnisse erzählen jede Menge kleiner, positiver Geschichten, die einen Wandel in den USA andeuten. Unserer fünf „Good News“ der Kongresswahlen im Überblick:

Rashida Tlaib – Erste muslimische Frau im Kongress

Rashida Tlaib ist die erste Muslimin, die jemals in den US-Kongress gewählt wurde. Sie setzte sich in Michigan gegen fünf weitere Kandidaten der Demokraten durch und gewann schließlich den Wahlkreis für sich.

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Terri Johnston – Die erste offen lesbische Frau im Kongress

Terri Johnston wurde in der Stadt Key West im Bundesstaat Florida zur Vorsitzenden der Demokraten gewählt – und ist damit die erste offen lesbisch lebende Frau in dieser Position.

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Jared Polis – Der erste offen schwule Mann im Kongress

Der Demokrat Jared Polis teilt das Schicksal von Johnston – auch er lebt offen homosexuell und wurde nun in ein bedeutendes Amt gewählt. Polis hat den Gouverneurs-Sitz in Colorado gewonnen. Im Wahlkampf setzte er sich vor allem für eine allgemeine Gesundheitspflege, Frühkindliche Bildung und 100 Prozent erneuerbare Energien in den USA ein.

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Demokratin Laura Kelly besiegt Trump-Schützling in Kansas

Im Bundesstaat Kansas war die Freude besonders groß, als der Sieger bekanntgegeben wurde: Demokratin Laura Kelly überbot Republikaner Kris Kobach, der große Unterstützung von US-Präsident Donald Trump erfuhr und enge Kontakte zur rechten Szene pflegt.

Demokraten und Republikaner könnten wieder mehr zusammenarbeiten

Mit dem zuletzt von den Republikanern dominierten Kongress gab es praktisch keine Zusammenarbeit mehr mit den Demokraten. Der "geteilte Kongress" kann für beide Seiten auch die Chance bieten, Dinge wieder gemeinsam anzupacken und aufeinander zuzugehen. Denkbare gemeinsame Projekte sind beispielsweise die Kosten-Senkung für Medikamente oder der Versuch die Infrastruktur im Land wieder auf Vordermann zu bringen.

Die Wahlergebnisse

Die Demokraten erobern das Abgeordnetenhaus. Obwohl einige Sitze noch nicht vergeben sind, verfügen sie bereits sicher über die Mehrheit von mindestens 218 Sitzen.

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Umgekehrte Vorzeichen dagegen im Senat: Dort haben kurz vor Ende der meisten Auszählungen weiterhin die Republikaner die Mehrheit von mindestens 51 Sitzen.

Historischer Vergleich

Seit 2010 hatten die Republikaner die Mehrheit im Abgeordnetenhaus inne. Die jüngsten Midterm-Wahlen brachten wieder die Demokraten an die Macht – wie die meiste Zeit in der jüngeren Geschichte der USA. (Ein Wert über der Null-Linie bedeutet eine Mehrheit für die Demokraten, darunter für die Republikaner.)

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In der Regel verliert die Partei des Präsidenten in den Midterm-Wahlen Sitze in den beiden Kammern des Kongresses. Barack Obama büßte im Jahr 2010 sogar 63 Sitze im Abgeordnetenhaus ein. Im historischen Vergleich sind die jüngsten Verluste von Donald Trump also kein Ausreißer. Allerdings können die Verluste noch wachsen, wenn alle Stimmen ausgezählt sind. Die Grafik zeigt die Gewinne und Verluste von Sitzen der Präsidentenpartei in Midterm-Wahlen seit 1946.

Von RND/dpa/lf

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